Schachspielen "Sunny side down"

by on20. Mai 2014

Das normale Spiegelei wird hierzulande "Sunny side up" gegessen. Die Sonnenseite ist also oben. Das bedeutet, dass das Eigelb auf dem Teller oben ist.

Sehr lecker ist aber auch die Variante "Sunny side down". Das bedeutet, dass das Spiegelei beim Braten kurz vor Schluss noch einmal gewendet wird.

Auch beim Wendeschach ist das Schachbrett von beiden Seiten bespielbar. Es ist eine Erfindung des Tischlermeisters Frank Günnewich, der damit so manchen Schachspieler zum Kopfstand zwingt. Das Spielfeld kann um die eigene Achse gewendet werden. Es wird mittels Magneten in der waagerechten Position gehalten. Jeder Spieler spielt auf seinem eigenen Spielfeld, nach jedem Zug wird das Brett um die eigene Achse gewendet. Die Spieler sehen immer nur die Figuren dessen, der gerade am Zug ist, sie müssen sich die Stellung auf der anderen Seite merken. Die Figuren sind magnetisch und halten darum kopfüber.

Ausprobieren kann man diese Variation während der Kunstaustellung und Schachveranstaltung vom 5. bis 8.Juni in der Altstadthalle in Zug in der Schweiz.

Mehr Information findet man unter:www.artee.ch/deu/


Prolog OST - WEST

Ein grosser Medienrummel begleitet 1972 das Finale der Schachweltmeisterschaft, das von Boris Spasski aus der UdSSR und Bobby Fischer aus den USA mit der gleichen Intensität wie der Kalte Krieg ausgefochten wurde. Unter den Künstler gibt es diese Rivalität nicht. In erster Linie findet das Werk Aufmerksamkeit und nicht wer es erschaffen hat.

Ist Schach ein Kriegsspiel?

Schach wird gerne als Kriegspiel gesehen. Material ist wichtig, doch das Mattsetzen des Königs ist der Kernpunkt. Um zu beweisen wie wichtig die Untertanen für den Herrscher sind, wurde der Legende nach das Schachspiel erfunden. Die Königsfigur darf darum wie die schwächste Spielfigur, der Bauer nur maximal ein Feld verrücken. Alle andern Spielfiguren sind an Reichweite dem König überlegen.

Sind Schachspieler Künstler?

Marcel Duchamp (Künstler und Schachspieler): Ich glaube in der Tat, dass jeder Schachspieler ein Gemisch zweier ästhetischer Vergnügen erfährt: erstens das abstrakte Bild, verwandt mit der poetischen Idee beim Schreiben; zweitens das sinnliche Vergnügen der ideographischen Ausführung dieses Bildes auf den Schachbrettern. - Wenn auch nicht alle Künstler Schachspieler sind, so sind doch alle Schachspieler Künstler.

Die Entwicklung des Schach

Die klassische Schachforschung geht davon aus, dass das Schachspiel in Indien entstanden sei und mit Würfeln gespielt wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Schachspiel ein Bestandteil der bürgerlichen Kultur, was den Spielstil änderte und Turnierwesen und Schachpublizität prägte. Es war auch die Zeit der grossen Schachcafés, deren berühmtestes das Pariser Café de la Régence war, wo seit 1740 Schach gespielt wurde. Der erste Schachverein wurde dann 1809 in Zürich gegründet. (Quelle Wikipedia)

Schachvarianten vs Schachform

Ein Spiel, das mit Schachfiguren gespielt wird, aber zum Schach abweichende Regeln hat, wird als Schachvariante bezeichnet. Das Fressschach ist eine bekannte Variante davon. Hier geht es darum möglichst schnell die eigenen Spielsteine los zu werden. Abweichende Formen des Schachspiels, bei denen die grundlegenden Regeln des Spiels beibehalten werden sind hingegen Schachformen. Darunter fallen Fernschach, Konsultationspartien, Simultanschach und auch Wendeschach.

Was ist Wendeschach?

Das Schachbrett ist von beiden Seiten gleichzeitig bespielbar. Das Spielfeld kann um die eigene Achse gewendet werden. Es wird mittels Magneten in der waagerechten Position gehalten. Jeder Spieler spielt auf seinem eigenen Spielfeld, nach jedem Zug wird das Brett um die eigene Achse gewendet. Die Spieler sehen immer nur die Figuren dessen, der gerade am Zug ist, sie müssen sich die Stellung auf der anderen Seite merken. Die Figuren sind magnetisch und sie halten auch kopfüber.

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Schachprogramm

Donnerstag, 5.6.2014 bis Sonntag 8.6.2014

Konsultationspartie Artee Zug gegen nimzowitsch.ch

Die Besucher von Artee Zug spielen gegen einen Meisterspieler des Schachclubs Nimzowitsch. Sie beraten sich untereinander und entscheiden sich gemeinsam für den zu spielenden Zug.

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Samstag, 7.6.2014, 12:00 bis 15:30

Wendeschachturnier

Der Turniersieger spielt gegen Beat Züger einen Showkampf

Bendenkzeit:           15 Min.

Modus:                    5 Runden nach CH-System

Turnierstart:             12:00 Uhr

Preise:                       Naturalpreis für den Sieger

Spezialpreise: Beste Dame, jüngster / ältesterTeilnehmer

Preisverteilung:      15:30 Uhr

 

Samstag, 7.6.2014, 16:30 bis 19:30

Uhrensimultan gegen Beat Züger

Beat Züger spielt gegen die Besucher von Artee Zug simultan. Die Anzahl ist auf 10 Personen begrenzt.

Bendenkzeit: 90 Min. für Simultangeber und Simultannehmer

wszuBeat Züger ist der einzige Schachspieler, der alle Schweizer nationalen Titel gewinnen konnte: Juniorenmeisterschaft, Einzelmeisterschaft, Mannschaftsmeisterschaft, Mannschaftspokal und Coupe Suisse. Er trainiert die Schweizer Juniorennationalmannschaft, spielt SMM für den Nationalliga-A-Klub Luzern und vertritt die Schweiz an internationalen Turnieren.Schon mehrfach erfüllte Beat Züger die Norm für den Titel eines Internationalen Schachgrossmeisters (GM).

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Jörg Hickl

Großmeister, Schachtrainer, Schachreisen- und -seminarveranstalter.
Weitere Informationen im Trainingsbereich dieser Website
oder unter Schachreisen

Webseite: www.schachreisen.eu

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