Es geht auf die Zielgerade
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Montag, 29 März 2021 13:27

DSOL (7): Da waren's nur noch 104

A1–D2, B1-C2, C1-B2, D1-A2? Nein, dies sind keine durchgeknallten Zugnotationen, die außerhalb der Schacherszene für Ehrfurcht oder Unglauben sorgen. Vielmehr sehen wir hier die Paarungstabelle des Viertelfinales, den Da-Vinci-Code der DSOL sozusagen, nach dem die Ligadirektion die Ansetzungen der Runde der letzten Acht schon zu Anbeginn des Wettbewerbs festlegte.

Es spielen also jetzt in jeder Staffel

Sieger der Gruppe 1 – Zweiter der Gruppe 4
Sieger der Gruppe 2 – Zweiter der Gruppe 3
Sieger der Gruppe 3 – Zweiter der Gruppe 2
Sieger der Gruppe 4 – Zweiter der Gruppe 1

Man erkennt es sofort – ein gewieftes Muster, alle Teams sind mit Gegnern gut versorgt, und wer  seine Gruppe gewann, muss nicht sofort gegen einen starken anderen Gruppenersten ran.

Wer aber sind diese geheimnisvollen Siegerteams, und wer schaffte es auf den ominösen zweiten Rang? Wir wollten es genauer wissen, und haben mitverfolgt, wie diese Woche so nach und nach die 104 Tickets ins Viertelfinal-Glück gebucht wurden – zur Freude der einen (Platz Eins, Platz 2!), aber auch zur Unfreude der anderen (= des 3., 4., 5. …).

Welche Liga muss noch ran?

In dieser Woche drum – ein Blick auf die Qualifikationsspiele, den Sprung über die Ziellinie, um  einmal alle Sieger zu würdigen, die sich durch sieben intensive Wochen auf die vorderen Plätze gearbeitet haben.

Alle Züge, alle Tore, viel Licht, etwas Schatten und einiges Nervenflattern – auch wenn es mit so vielen tollen Staffeln in dieser Gesamtschau etwas lang werden mag, wir blicken auf die finale DSOL-Woche!

Darum geht‘s: Die stolzen DSOL-Trophäen (Foto Gregor Johann)

 

Montag, 22.März 2021: Hopp auf!

Bund und Länder treffen sich online zum Besprechen der Pandemie-Situation. Nächtliche Ausgangssperren werden erwogen. Am Ende wird der Lockdown bis Mitte April verlängert, und im Rahmen einer fünftägigen Osterruhe auch der Gründonnerstag zum Ruhetag erklärt.

Selbst wenn es vor der letzten Runde manchmal schon gaaanz, gaaanz gut aussieht mit den Punkten – zu früh freuen soll man sich ja lieber nicht. Was haben wir da nicht schon alles erlebt! Vorschnelle Aufstiegsfreude, weil man vor der letzten Ligarunde schon zwei Mannschaftspunkte Vorsprung hatte, und dann – RUMMS, Niederlage, Aufstieg weg.

Weitergelesen bei Chessbase.de

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"Wohin des Wegs, hurtiger Gesell?" Nur zwei Tore führen ins Viertelfinale.
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Der Zweite ist der erste Verlierer, heißt es mitunter, doch anders ist es beim Deutschen Schach-Onlineliga Invitational (DSOLI). Gleich zwei Mannschaften rücken hier weiter ins Viertelfinale, zwei Gewinner bei acht Teams, das ist doch schon einmal eine nette Geste der Ligaleitung in all ihrer Weisheit, ebenso wie die Tatsache, dass auch niemand in eine untere Liga verbannt wird, wenn es mal nicht so läuft. Abstieg ist ein schwarzes Pferd? Nicht so in der DSOL.

Vielleicht könnte man auch gleich alle Mannschaften weiterkommen lassen ins Viertelfinale? Das wäre doch eine progressive, eine schöne Anerkennung für den Beitrag aller 3000 SpielerInnen zum gesellschaftlichen Kulturgut Schach.

Wer „macht es“ ins Viertelfinale, wer kommt weiter? Darüber werden wir am Ende dieser Woche sinnieren und befragen dafür natürlich auch gerne unser kostenloses Medium, das Liga-OLrakel. Darum – dranbleiben, weiterlesen.

Saisonende? Nein, nur ein Scherz – eine Runde haben wir ja noch!  Foto: OSt

 

Montag, 15.März 2021: Das Land der starken Züge

Jörg Dahlmann wird als Fußballreporter bei SKY suspendiert, weil er mit Sophia Thomalla kuscheln möchte und – erschreckend, unverzeihbar, rassistisch - Japan das „Land der Sushis“ nennt.

Nach einer einwöchigen Werksschließung nimmt die DSOL in allen 13 Staffeln die Produktion wieder auf. Was wird hier in abendlicher Nebentätigkeit nicht alles hergestellt! 

Innovative Eröffnungsideen, Endspielmanöver, Mattüberfälle entstehen in reicher Zahl, und ebenso werden in kreativer Teamarbeit einzügige Figureneinsteller und so manche Zeitnotdramen angefertigt.

Für den Weltmarkt mag die überwiegende Zahl der Produkte nicht zwingend geeignet sein, aber für den erfolgreichen Ideen-Export gibt es in Deutschland, dem Land der Bockwürste, ja Unternehmen wie zum Beispiel … Wirecard. Oder vielleicht auch Sky.

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In der Staffel 1D ruckelt sich der Hamburger SK wieder in die Spur – 2,5:1,5 im schwäbischen Ettlingen!

Alte Hanseaten-Hasen wird dies an eines der ersten Spiele des HSV mit Ruud van Nistelrooy erinnern – mit einem späten Tor von Van the Man gewann man damals auswärts beim VfB Stuttgart, und von dort ist es nach Ettlingen ja schon gar nicht mehr so weit.

Allerdings, der Form halber merken wir natürlich an, dass der Hamburger SK nicht der HSV ist, und der HSV spielt auch nicht (mehr) in der ersten Liga, und in der Staffel 1D der DSOL schon gleich gar nicht.

Was aber sagt der Hamburger SK (von manchen scherzhaft auch „kleiner HSV“ genannt)? Bei mehr als zehn Mannschaften am Start in allen Etagen könnte es vereinsintern schwerfallen, den Überblick zu behalten und alle ausreichend zu würdigen. Kein Problem aber für den kleinen HSV – auf ihrer neu gestalteten und sehr ansprechenden Webseite berichten sie:

Lennart Meylings HSK I (4:8 / 10) erspielte in der 1. Liga, Gruppe D beim SK Ettlingen seinen ersten Sieg, während Luis Engel am Spitzenbrett gegen den IM Janos Rosner zum ersten Mal verlor. Zu seinem Trost konnte Luis nach seiner schnellen Analyse die drei Partien seiner Mannschaftskameraden auf Felix Meißners Twitchkanal ziehen und zunächst das 1:1 am 2. Brett durch Jakob Weihrauch im Mattangriff feiern, dann die bessere Stellung von Michael Kotyk am 4. Brett mit einer Gewinnprognose ausstatten, die auch bald eintraf. Der Kapitän am 3. Brett hatte im Endspiel einen Freibauern auf a3 mehr, musste aber wegen seiner auf der 8. Reihe bedrängten Königsstellung mit einer Remis zufrieden sein – gern, denn es brachte den Mannschaftssieg!

Und wir schalten gerne zu GM Luis Engel, der das gesamte Match im Land der Käsespätzle bei lockdownchess auf Twitter live kommentierte. Hummel, hummel!

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In der 2A berlinert sich die Berolina Mitte weiter durch ihre Staffel und holt mit einem 2,5:1,5 bei Horst-Emscher zwei große Punkte – einen wichtigen Sieg gegen Beckerbursche Marco Becker fuhr dabei Katzenmausel ein, die ehemalige 1.Vorsitzende des Vereins, die im richtigen Nicht-Schach-Leben Katja Sommaro heißt. Damit ist für die Berolina das Viertelfinale gebucht, ebenso wie für den SC ML Kastellaun!

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In der Staffel 3A trafen sich der SK Langen und der SV Breitenworbis. Wir wollen den Spielverlauf nicht lang und breit auswalzen: Breitenworbis sicherte sich mit 1:3 einen lange erhofften Auswärtssieg. Die Ausrichter verließen mit Langen-Gesichtern den Turniersaal, und mit breiter Brust knipsten die Gäste ihre Endgeräte aus.

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Die beiden einzigen 4:0 heute: der SK Kelheim, und der SV Königsjäger SW!

 

Dienstag, 16.März 2021: So viel Schach muss sein

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Corona-Scherzkeks
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Montag, 01 März 2021 17:25

DSOL 4.Runde: United Nations of Chess

Die Zeiten sind schwer, das können wir nicht leugnen. Corona, Naturzerstörung, HSV, überall Krisen.

Aber so lange es noch geht, können wir ein wenig Schach gucken und damit unsere Seelen trösten.

Hier ist daher der Versuch einer wohltemperierten Rückschau auf …

Die 4.Runde der DSOL!

Nach 1 Woche strenger Turnierruhe (früh ins Bett, Computer aus, nicht nachdenken) rückten die Schachtätigen am Montag wieder ein zur 5-Tage-Woche in der Schach-Online-Liga.

Ein Pendeln zum Spielort ist nicht erforderlich – in der DSOL denkt man im Home-Turniersaal. Eingestempelt wird gegen 19 Uhr zur abendlichen Schicht, Kundenkontakt gibt es ab 19.30, und das Büro schließt für den Publikumsverkehr gegen 22:00. Im Anschluss gelegentliche Dienstbesprechungen per Videomeeting, und wer weiß, auch eine After-Work-Party. Das Glas Wein steht in der Küche.

Bei der Frage, was sich denn schachsportlich eigentlich so tut in der Online-Liga unseres Vertrauens, hilft immer der Blick auf eine wundersame Kompilation von Fakten, Regionen, Spielberichten auf dieser schönen Seite...

Eine supranationale Übersicht fast, viele Vereine sind beteiligt und reichen basisdemokratisch Artikel ein zu ihren Ligaspielen. Mehr davon! Heidesheim, Stadtilm, Eisenbahn Göttingen, die Berolina Mitte - wären Vereine Länder, hier hätten sie ein Forum. Die Vereinten Nationen der DSOL! Bei der nächsten Auflage spielen wir dann europaweit. Wie wär‘s? -

Nach nun vier Runden sind nicht nur bei Eisenbahn Göttingen die Weichen für die vorderen Plätze gestellt, auch andere Entitäten befinden sich im rasanten Rennen um die Qualifikation zum Viertelfinale. Spannung liegt über dem Land.

In Staffel 13A beispielsweise zieht SK Bickenbach III einsam seine Kreise und schwebt wie ein Rotmilan über dem Rest des Feldes. Ein Punkt Vorsprung vor Schwarz-Weiß Zell II, das ist doch schon ganz schön. Die schweren Gegner, die „von oben“, kommen aber erst noch.

In der 13B ist die Lage entspannter, zumindest für die SF Gern VII. Sie liegen ganz vorne, denn jemand muss es ja tun, und haben zwei Punkte Vorsprung vor allen anderen. Noch drei Runden aber zu spielen – da kann noch viel passieren.

Soweit zur Spitze – und weiter hinten? Auch dort wird ligaübergreifend geboxt, gerungen, nach Höherem gestrebt, niemand möchte ja in seiner Staffel Letzter werden. Wenngleich, wo wäre das Problem? (außer, dass man das auf Jahre natürlich vorgehalten bekommt...)

Abstieg ist ein scharfes Schwert, doch wirklich absteigen kann man ja nicht. So nett ist es in der DSOL!


                       Unabsteigbar in der DSOL (Foto: OSt)

Montag, 22.Februar 2021: Der Starke ist am Mächtigsten daheim 

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