Oktober 2020
CD Meyer (1946 - 2020)
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Von Stephan Buchal

Dramatisches Finale beim CD Meyer-Gedenkturnier! Von dem GM-Trio an der Spitze kann sich nur Dmitrij Kollars gegen Spartak Grigorian durchsetzen. Die anderen drei Großmeister müssen sich gegen fantastisch aufspielend Jugendliche in äußerst spannenden Partien mit Remis begnügen.

Weiterlesen - mit vielen Fotos und Partiefragmenten - bei Werder Bremen Schach

Dmitrij CD Turnier
Dmitrij Kollars (Mitte): der frühere Bremer und ehemalige Schachschüler von ... Claus-Dieter Meyer erkämpfte sich den ersten Platz! (Foto: Heinz Hinrichs)

Pokal CD Turnier
Der CD Meyer Pokal reist mit Dmitrij in die Welt

One more game
Schachfreund Steffens diesmal ohne Fortune - oder ganz einfach mit sehr vielen schlechten Zügen. Letzter Platz!

claus
Bundesligarunde in Bremen 2013 - Claus-Dieter Meyer (rechts, mit Andreas Burblies) ganz in seinem Element!

"Doing the right thing? I don't even know what that means." (Better call Saul)
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Gestern der Aufgalopp und die erste Runde beim CD-Meyer Gedenkturnier in Bremen - Jonathan Carlstedt, Kapitän und Motor dieses Events, fasst die Ereignisse des Tages in seinem ausführlichen Bericht zur ersten Runde zusammen. Auch im Internet hat Jonathan live kommentiert - dieser Link führt Euch zum Twitch-Verlauf der ersten Runde.

Und hier auch das sehr schöne Turnierheft, mit Porträts von allen Teilnehmern, Grußworten und vor allem auch mit zahlreichen Würdigungen von Claus-Dieter Meyer, Trainer-Urgestein und Werderaner. Wir denken an Dich, lieber Claus!

CD Turnierheft Startseite

Einige Highlights und schöne Kombis gab es gestern zu sehen, viele Spieler zeigten gute Technik und gewannen, andere müssen auf ihre ersten (Teil-) Punkte noch ein wenig warten. So auch der Autor dieser Zeilen, dessen schlagkräftigste Aktionen gegen Jari Reuker das versehentliche Stoßen gegen die über den Brettern aufgebaute Plexiglaswand war.

CD Turnier 2
Plexiglas is in the house

Nachdenken, nachdenken, nachdenken, Figur in die Hand nehmen und schnell auf ein Feld in die andere Bretthälfte stellen ... - doch bonk!, da war die unsichtbare Wand, was drei-bis viermal einen kleinen effektvollen Wumms ergab. Immerhin habe ich sie nicht umgestoßen, was man mir hoch anrechnen möge! Jari natürlich steckte diese kleinen Malheure gut weg und fertigte mich in nur wenigen Zügen recht entspannt ab. Dabei hatte ich sogar meine neue Thermoskanne dabei, mit viel Kaffee für viele Turnierstunden, doch zeigte dies nicht die erhoffte Wirkung. Wir müssen uns erst noch finden, die Thermoskanne und ich - und überhaupt.

CD Turnier 1
Noch auf der Suche nach dem richtigen Mindset

Heute geht es weiter um 16 Uhr - die Paarungen findet Ihr hier.

Nu geit dat los in Bremen
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Heute geht es los in Bremen, ein beinhartes Feld voller Meisterspieler und MeisterspielerInnen, und dazwischen das kleine 2171er-Schäflein Olaf als Vorletzter auf der großen gefährlichen Turnierweide. Aber sich zu sorgen nützt ja nichts, Züge muss man trotzdem machen, und die anderen haben ja auch nicht mehr Figuren als man selbst.

Diese hohen ELO-Höhen bei der versammelten Gegnerschaft sind allerdings eine recht ungewöhnliche Perspektive für mich, ganz allgemein, und auch/ gerade nach einem halben Jahr strenger Turnierabstinenz. Wie wird es sein, wieder für Stunden an den Brettern, und Tag für Tag mit neuen massiven ELO-Riesen auf der anderen Seite der Plexiglasscheibe?

Wenn es ganz schlecht läuft, droht tagelange Agonie, untermalt von typisch bremischem Regenwetter. Sollte der eine oder andere Punkt in mein Netz tropfen, wäre das natürlich großartig - doch weit ist der Weg, bis so ein Punkt tatsächlich mal in Sicherheit gebracht ist! Es bleibt also nur - genießen, das Beste versuchen, weitermachen, und mit Kaffee am Schachbrett (aus neuer Thermoskanne, denn kein Ausschank beim Turnier unter Corona) und einer hübschen Fernsehserie am Abend eine schöne Turnierwoche zu erleben. Hurra (hurra!) !

Für heute ist die erste Runde raus, und ohne Pardon hat Turnierdirektorchef Jonathan Carlstedt ausgelost:

http://chess-results.com/tnr532285.aspx?lan=0&art=2&rd=1

Los geht es um 16 Uhr, live übertragen bei Chess24 und Chessbase, sowie aus allererster Hand bei www.twitch.tv/werdertigers, kommentiert vom Chef persönlich (und nein, damit ist nicht Garri Kasparov gemeint).

Für alles Übrige sei hier verwiesen auf Wo man Turnier spielt, da lass Dich ruhig nieder aus dem Vorjahr - ist immer noch so gültig, dieselben Gedanken, Ideen, Sorgen. Schön, nun wieder Schach zu spielen!

Schuh schaut Schach: Say no to chess principles!
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Rezension von IM Dirk Schuh, Mai 2019

Ich habe Schach durch verschiedenste Regeln gelernt. Erst kamen natürlich die Grundregeln, wie die Figuren ziehen, wie man rochiert, was passiert, wenn ein Bauern die gegnerische Grundreihe erreicht! Danach habe ich aber aus eigener Erfahrung oder der Lektüre verschiedenster Bücher und Magazine weitere Regeln abgeleitet, die mir sehr geholfen haben.

Es ging hierbei darum, erst alle Figuren zu entwickeln und dann anzugreifen oder Bauernschwächen wie Doppelbauern oder Isolanis um jeden Preis zu vermeiden, selbst wenn ich nicht sah, worin das Problem der jeweiligen Schwäche lag. Auch die eigene Königsstellung war mir heilig. Mir half das, eine Spielstärke von über 2000 DWZ zu erreichen. Erst danach merkte ich, dass die eine oder andere Regel nicht zu dogmatisch gesehen werden sollte. Ich spielte geschlossenere Stellungen und dort war die Figurenentwicklung plötzlich nicht mehr so wichtig, ich fand heraus, dass man in Isolanistellungen durch die höhere Aktivität herrlich angreifen konnte und entwickelte eine Vorliebe für Königsstellungen auf f1 oder f8, während ich den h-Turm dann jeweils nur zur Verteidigung auf g8 beließ oder mit Weiß oft nach h4-h5 über h3 oder h4 ins Spiel brachte.

Vor kurzem musste ich an diese eigene Evolution denken, als ich "Say No to Chess Principles" von Großmeister Evgeny Bareev aus dem Thinkers Publishing Verlag in den Händen hielt. In dem Buch zeigt der bekannte Schachgroßmeister, wie er immer wieder klassische Prinzipien wie die frühe Rochade oder dem Vorteil der Figur im Zentrum gegenüber einer Figur am Rand ausgehebelt hat und so seine Gegner praktisch unter Druck setzte, weil sie die unorthodoxen Stellungen falsch einschätzten oder auf der Suche nach einer Widerlegung seiner Spielidee in Zeitnot kamen und dann zusehen mussten, wie ihre Stellung auseinanderfiel.
In der Einleitung gibt er dabei den Kurs seines Buches schon treffend vor. Er schreibt, dass diese Prinzipien nicht falsch sind, aber in geschlossenen Stellungen nicht den gleichen Wert wie in offenen besitzen. Darum gibt es vorwiegend geschlossene Eröffnungen zu sehen und nur hin und wieder einmal die Französische und Caro-Kann-Verteidigung, die der Autor beide meisterhaft versteht, die aber auch zu recht blockierten Stellungen führen können.

say no to principles

Was kann man als Leser nun von diesem Buch erwarten? In erster Linie möchte es unterhalten. Der Schreibstil ist recht locker und es gibt viele kleine Anekdoten zu den Partien, um ihre Umstände näher zu beleuchten oder einfach Informationen über die reinen Züge hinaus zu geben. Die 54 Partien sind recht gut mit Worten und einigen Analysevarianten sowie weiteren Partiefragmenten kommentiert und man lernt einiges über die geschlossenen Spiele.
Es geht weniger darum, dem Leser zu zeigen, wann man jetzt genau die klassischen Regeln brechen kann, sondern eher darum, die Vielfalt im Schach zu behandeln und zu inspirieren. Um das Buch wirklich genießen zu können, sollte man es gerade nicht so ernst nehmen. Dann jedoch macht es einfach Spaß! Ich zum Beispiel habe es in einem Rutsch durchgelesen und wurde dadurch vielleicht nicht zu einem besseren Spieler, spürte aber schon ein Jucken in meinen Fingern, mal wieder etwas verrücktere Stellungen anzustreben. Darum kann ich das Buch jedem nur wärmstens empfehlen, der für sowas auch zu haben ist!

Say no to chess principles bei Schach Niggemann

Analyse in der Bundesliga: CD Meyer, Tomi Nybäck und Sven Joachim
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Es läuft der Countdown, die Schachfiguren machen sich bereit - Bremen freut sich auf den Auftakt zum CD Meyer Gedenkturnier am kommenden Samstag!

Anlässlich des großen Events richtet der SV Werder mit wunderbarer Unterstützung verschiedener Partner ein Turnier- Tippspiel aus, bei dem es viele prima Preise zu gewinnen gibt (Platz 1: ein schmuckes Werder-Trikot).

Folgt einfach diesem Link, und sendet Eure Vorhersagen bis zum Turnierbeginn an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Turniervorschau bei Werder

Werder Porz 2005
Deutscher Meister 2005 (hey hey!) - den Grundstein dazu legte auch CD Meyer

Claus-Dieter Meyer (1946 - 2020)
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Werder Bremen richtet im Oktober das CD-Meyer-Gedenkturnier aus - zur Würdigung und zur Erinnerung an unseren früheren Trainer Claus-Dieter Meyer, der leider im Frühjahr diesen Jahres verstorben ist.

Von Samstag, 10 Oktober, bis Sonntag, 18 Oktober, geht es in einem 22-köpfigen sehr starken und sehr internationalen Feld um Punkte und Preise - ein kleines Nahschach-Juwel in diesen langen Corona-Monaten. 

Organisiert von Turnierdirektor Jonathan Carlstedt, werden in dem zweiundzwanzigköpfigen Feld zahlreiche internationale Meisterspieler vertreten sein, darunter Spieler aus Frankreich, Brasilien, Spanien und den Niederlanden.
Auch die deutsche Schachsport-Spitze im Herren- und Damenbereich, zahlreiche Nationalspieler sowie aufstrebende Werderaner Junioren gehen an den neun Tagen an die Bretter und kämpfen um den mit 1.500,-€ dotierten Ersten Preis.

 
Partner des SV Werder bei diesem Turnier ist die Sparkasse Bremen - eine Unterstützung, über die sich die Schachabteilung sehr freut.
 
Mehr zu diesem Einladungsturnier schon bald auf www.werder.de/schach !

Zum Tode von Claus-Dieter Meyer  (Nachruf von Dr. Oliver Höpfner)