Olaf Steffens

Olaf Steffens

Olaf Steffens, Diplom-Handelslehrer, unterrichtet an einer Bremer Berufsschule. FIDE-Meister seit 1997, ELO um die 2200, aufgewachsen in Schleswig-Holstein. Spielte für den Schleswiger Schachverein von 1919 (moinmoin!), den MTV Leck (hoch an der dänischen Grenze!), den Lübecker Schachverein, die Bremer Schachgesellschaft und nun für Werder Bremen.

Seit 2012 Manager des Schachbundesliga-Teams des SV Werder Bremen.

Größte Erfolge:
Landesmeister von Schleswig-Holstein 1994, Erster Deutscher Amateur-Meister 2002, 5.Platz beim letztenTravemünder Open 2013, und Sieger des Bremer Hans-Wild-Turniers 2018.

Größte Misserfolge:
Werd´ ich hier lieber nicht sagen!

Größte Leidenschaften:
früh in der Partie irgendetwas mit Randbauern und/ oder g-Bauern auszuprobieren und die Partie trotzdem nicht zu verlieren – klappt aber nicht immer.

Montag, 14 Juni 2021 10:03

Mit dem Bratzhammer

Der ukrainische Großmeister Andrei Volokitin feierte schon früh in seiner Karriere internationale Erfolge, war mit 19 unter den Top 20 der Welt und gewann mit seinem Land unter anderem die Olympiade in Calvià, Spanien 2004. Viele kennen ihn auch aus seinen Bundesliga-Gastspielen unter anderem für Turm Emsdetten und den SV Hofheim, wo er auch für seinen taktischen Spielstil gefürchtet war.

Bei der Europameisterschaft 2001 in Ohrid/Mazedonien kam es in seiner Partie gegen den Franzosen Igor Nataf zu dieser komplexen Stellung:

Volokitin Nataf 0
Volokitin – Nataf: Brettumspannendes Manövrieren

Ein Sveshnikov-Abspiel, in dem man erst nach tiefem Buddeln an die gegnerischen Schwächen kommt. Nataf mannövrierte sich nun langsam in Richtung weißer König, während die weiße Mannschaft den Bauern d6 und damit die Basis der schwarzen Stellungsgefüges unter Druck setzte.

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Freitag, 11 Juni 2021 12:16

Unterstützt den Randsport Fußball!

Heute ist es soweit  – die Fußballmeisterschaft im sommerlich heißen Europa beginnt! Nun ist Fußball ja schon seit langem der schüchterne kleine Bruder des Schachs, und als solcher durchaus kurios, was die Spielidee anbetrifft – man läuft bei diesem „Sport“ mit einem Ball umher und schießt ihn in einen Kasten.

Diese eigenartige Balltätigkeit konnte selbstverständlich bislang noch nicht das Medieninteresse erlangen, den unser königliches Spiel spätestens seit Magnus Carlsen und Emanuel Lasker innehat. Trotzdem möchten wir helfen, dem aufstrebenden Fußballsporte unter die Arme zu greifen und ihn aus seiner stiefmütterlichen Existenz zu befreien. Gerne verlinken wir daher auf Anfrage der UEFA (das ist der Europäische Verband der Fußballer – ja, auch so etwas gibt es) hier bei den Veganen Schachkatzen zum Turnier der Fußspezialisten, welches offenbar heute abend beginnt.

Sogar, so hörten wir mit Erstaunen, wird eine deutsche Équipe zur Turnierteilnahme geschickt, elf Spieler an der Zahl, dazu offenbar ein eigener Trainer, ein Busfahrer und noch einige Betreuer mehr für die ersten Begegnungen gegen Frankreich, Ungarn und Portugal.
Selbst einen Pressesprecher gibt es, der den Journalisten sagt, was sie schreiben sollen – ein gutgemeinter Service bei diesem fremdartigen Spiel.

Allein, wir wissen, dass ein Sport kein Publikumssport werden kann, wenn das verehrte Publikum elf Spieler zugleich im Auge behalten soll, die alle auch noch zur selben Zeit über einen riesigen Platz eilen. (Hinzu kommen noch elf gegnerische Spieler.)

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Dienstag, 08 Juni 2021 22:17

DSIM: Die Maus neuert im Vierten

Gut hundert SpielerInnen waren am vergangenen Sonnabend bei der Zwischenrunde der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft (DSIM) am Start. Da allein acht von ihnen in die Endrunde kommen konnten, waren lange Teilnehmergesichter schon zu Beginn vorprogrammiert – erst eine, dann zwei, dann drei Niederlagen, und schon war der Traum vom großen Finale geplatzt.

Auch ich war unter den Enttäuschten, hatte mir aber sicherheitshalber von Anfang an lieber gar keine Hoffnungen gemacht. Doch man weiß ja nie? Am Ende jedoch tröstete, dass man im Scheitern hier nicht alleine war, und das Nichtweiterkommen eher der Regelfall. So geht es dann noch.

Im Feld einige illustre Namen, man konnte auf SpielerInnen treffen mit Kampfidentitäten wie Psammenitos, Bauernschieber, Riskydecision, Schachriese, Superfm, Tellofant (der auch mich zerdrückte), Eifelbulle, Elifant, Friesensturm und den verzagt-optimistischen Hoffentlichreichts.

Neben vielen anderen sah man ebenfalls ein Pseudonym Alex Donchenko unter den Einhundert, und wer nicht sicher gewesen sein sollte, ob das wirklich die deutsche Nummer Eins war, den wird der sehr klare Durchmarsch mit 12 Punkten aus 13 Runden von der Spielstärke (und letztlich auch der Echtheit!) des Teilnehmers überzeugt haben.

Es qualifizierten sich somit:

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Es ist schon etwas her, doch warum sollte man nicht noch einmal über die Norddeutschen Blitzmannschaftsmeisterschaften 2001 in Achim berichten?

Damals spielte ich noch bei der Bremer SG und hatte wie jetzt auch das Glück, in einem tollen Verein zu sein. Das liegt nun schon zwanzig Jahre zurück – unglaublich …

Hier der Bericht, damals geschrieben für den Bargtheider Schachspiegel (BASS), ein Szeneblatt aus dem Südosten Schleswig-Holsteins unter der Regie von Matthias Thanisch.

Und damit Grüße an den SV Bargteheide, und (klar) ganz allgemein auch in den Norden!

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Wuppertal lockt oder Wer fährt zur Deutschen Meisterschaft?

Was liegt zwischen Bierden, Embsen, Baden und Uesen? Es ist der kleine Ort Achim bei Bremen, und genau dorthin zog es am ersten Märzsonntag Schachspieler aus dem gesamten Schachnorden (incl Berlin und Brandenburg).

Man spielte die norddeutschen Blitzmeisterschaften für Mannschaften, und auch ich wohnte diesem Ereignis als viertes Brett der Bremer SG bei.
Schön war es, soviele Bekannte und Freunde aus alten Nordi-Zeiten wiederzusehen: Ullrich Krause, den spielenden Vereinspräsidenten des Lübecker SV, Ede Strompowski (stetig auf der Suche nach neuen Opernzitaten), Arne Joppien, Thilo Koop, Micha Ehrke, Hannes Knuth und dann natürlich die Glinder Équipe, die aber an diesem Tag ohne den 1.FC Köln auflief und auch kaum einmal ein Lied anstimmte (Woran hat´s gelegen?).

Das Turnier eilte so an mir vorbei; Runde um Runde reihte sich aneinander, und als um 18 Uhr alle Partien gespielt waren, blieb bei mir ein starker, leicht rauschhafter Eindruck nach all den turbulenten Schachbegegnungen.

Der Hamburger SK setzte sich am Ende knapp mit insgesamt 55:3 Mannschaftspunkten vor König Tegel (54:4) und deutlich vor den Schachfreuden Neukölln (45:13) auf den ersten Platz.
Das war nicht unbedingt ein großes Wunder, denn Hamburg reiste an mit vier Bären aus der ersten Liga (Thies Heinemann, Matthias Wahls, Karsten Müller und Niels Michaelsen). Interessant wäre in diesem Zusammenhang allerdings ein Vergleich mit den legendären KSG-Vierern aus den frühen Neunzigern, die die Norddeutsche doch jahrzehntelang immer glatt und zu Null gewinnen konnten. Da müssten die Hamburger schon noch etwas an sich arbeiten, aber ich glaube, sie sind auf dem richtigen Weg (der Wille zählt).

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von Dr. Oliver Höpfner, Bremen

(Nachtrag von Olaf Steffens: Mit einer großen Bitte um Nachsicht an Dr. Höpfner - ich habe glatt vergessen, den Namen des Autors hier gestern beim Einstellen des Artikels einzufügen. Der Text ist natürlich von ihm!)

In Folge Nummer fünf der kleinen Kolumne „Endspielmagie - Studien für die Praxis“ möchte ich diesmal gerne eine Studie des russischen Schachgroßmeisters und siebten Schachweltmeisters Wassili Wassiljewitsch Smyslow (geboren am 24. März 1921 in Moskau; gestorben am 27. März 2010 ebenda) vorstellen.

Im letzten Buch des früheren Trainers der Schachabteilung von Werder Bremen Claus Dieter (C. D.) Meyer (1946 – 2020) mit dem Titel „Magische Endspiele“ (Claus Dieter Meyer und Karsten Müller; Joachim Beyer Verlag 2020) finden wir auch eine Vielzahl von Schachstudien, die C. D. gerne bei seinem Schach-Training im Verein verwandte.

Darunter war auch die folgende elegante Komposition des siebten Schachweltmeisters Wassili Smyslow (Weltmeister von 1957 – 1958), der auch ein begeisterter Studienkomponist war. Seit 1936 – also schon mit 15 Jahren - hatte Smyslow immer wieder einmal Studien publiziert. In den letzten zehn Jahren seines Lebens veröffentlichte er verstärkt Endspielstudien, wobei er wegen seiner geringen Sehkraft faktisch blind die Aufgaben komponierte. In seinem 2000 erschienenen Studien-Buch mit dem Titel „Meine Studien“ (Isdatelstwo 64, Moskau, 2000) schrieb er zur Bedeutung der Schachstudie für ihn folgendes (S. 417):

Abgesehen vom ästhetischen Genuss hilft die Studienkomposition zweifellos bei der Entwicklung und Vervollkommnung im Endspiel.“

In dem Buch „Magische Endspiele“ finden wir den folgenden einleitenden Text (S. 59) zu der Studie von Smyslow in dieser Folge der Kolumne:

Die nachfolgende feinsinnige Studie mit krönendem Mattangriff gehört zu meinen Favoriten zum Thema ungleichfarbige Läufer. Nach dem Ende seiner Karriere als Turnierspieler komponierte der 7. Weltmeister Wassili Smyslow (1921 – 2010) etliche Studien, die große Beachtung fanden. Es heißt, er sei „ein Virtuose des Endspiels“ gewesen, der seinesgleichen suchte. Hier soll er häufig Züge gefunden haben, die selbst den Kenner verblüffen.“

Der Leser ist nun am Zug. Wie lauten die verblüffenden Züge, mit denen Weiß in diesem ungleichfarbigen Läufer-Endspiel einen siegreichen Mattangriff initiieren kann?

Viel Spaß bei der Lösung dieser wunderbaren und schönen Studie.

Wassili Smyslow
Shakhmaty v SSSR 1987

 Smyslow

Weiß am Zug gewinnt

Dienstag, 01 Juni 2021 20:26

Ein Bild und seine Geschichte

Kritische Fragen sind uns ja immer willkommen, solange sie - natürlich - nicht allzu kritisch sind. Eine solche Frage erreichte das Welthauptquartier unserer Redaktion vor Kurzem in Gestalt eines Kommentars von Umumba, dem einen oder anderen bekannt aus dem einen oder anderen Bericht hier in unserem kleinen Blog.

Es ging dabei um das folgende Foto:

One more game
Rote Katze - Schwarze Katze          (Foto: Hausmarke)

Dieses Bild entstand vor einigen Jahren, ungestellt, und zeigt eine Szene aus einem hausinternen Wettkampf zwischen zwei - wie sollte es auch anders sein - veganen Schachkatzen.

Umumba nun, kritisches Auge, kritischer Geist, stellte dazu die folgende Frage:

#1 Umumba 2020-10-19 23:41

Wieso durfte die rote Katze nur einen Zug ausführen? Oder hat sie 1.c3 und 2.c4 gespielt? Oder einen Springer oder gar die Dame vor und zurückgezogen? Spielen die beiden Katzen am Ende gar das von Malte Markert einst analysierte "Marseiller Schach", bei der nach dem ersten weißen Zug jeweils zwei Züge gemacht werden dürfen?

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Freitag, 14 Mai 2021 15:20

Ran an die Büsumer Bretter

Trainingsvergleich SV Werder Bremen - SK Doppelbauer Kiel von 1910
 
von Wolfgang Pajeken

Monatelang habe ich versucht ein kleines Trainingsturnier im Präsenzmodus zu ermöglichen. Nachdem ich schon fast die Nase voll von den Absagen diverser Gesundheitsämter und Behörden hatte, ist es mir nun doch gelungen, ein interessantes Event auf die Beine zu bringen.
 
Vom 14.05 bis 16.05 findet in Büsum ein Trainingsvergleich nach dem Scheveninger System zwischen drei Spielern des SV Werder Bremen und dem aus der Fusion von Doppelbauer und Turm Kiel hervorgegangenen neuen Kieler Vereins SK Doppelbauer Kiel von 1910 e.V. (vorm. auch Turm Kiel) statt.
Möglich ist dieses zum Einen, weil die Stadt Büsum am sogenannten touristischen "Modellprojekt" des Bundeslandes Schleswig-Holstein teilnimmt. Zum anderen aber auch, weil Bundeskaderspieler in Schleswig-Holstein unter gewissen Bedingungen trainieren dürfen.
 
Ich danke folgenden Personen, für Ihre Unterstützung (Reihenfolge ohne Wertung):
 
Danke an Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler, der das Projekt von Anfang an ideell unterstützt hat. (Neben Ashot Parvanyan und Jakob Pajeken war ursprünglich Ruben Köllner als dritter Bundeskader vorgesehen. Aufgrund der starken Belastung beim soeben zu Ende gegangenen Mitropa-Cup musste er allerdings kurzfristig absagen).
 
Danke an den schleswig-holsteinischen Leistungssportreferenten Heiko Spaan, der die zündende Idee einbrachte, in die Modellregion Büsum zu gehen, und mir mit rasender Geschwindigkeit alle notwendigen Kontakte vermittelte.
 
Danke an Jonathan Carlstedt vom SV Werder Bremen, der mich immer wieder mit Optimismus ansteckte, wenn ich den Glauben an die mögliche Organisation solch einer Trainingsmöglichkeit schon aufgeben wollte. Zusammen mit Jari Reuker und Spartak Grigorian geht er als Spieler in Büsum an den Start.
 
Büsum 2
Runde 1: Spartak Grigorian, Nordsee - Ashot Parvanyan, Ostsee (Foto: Wolfgang Pajeken)
 
Danke an die Stadt Büsum und Frau Kerstin Hube von der Tourismusmarketing Büsum für ihr großartiges Engagement und die Nutzungserlaubnis der repräsentativen und gut zu lüftenden Räume im Watt´n Hus.
 
Danke an Dirk Martens, den 1. Vorsitzenden des Schachvereins Büsum, für seine umfassende und schnelle organisatorische Hilfe, sowie die guten Kontakte vor Ort.
 
Danke an Frau Birte Jürgens vom Gesundheitsamt Dithmarschen für die Geduld, mit der sie mein Drängeln kanalisiert hat und so geholfen hat, ein gesetzeskonformes Hygienekonzept zu entwickeln.
 
Ein Danke an Max Oberberg und Sebastian Buchholz vom Vorstand des SK Doppelbauer. Die beiden haben den Wert der Veranstaltung sofort erfasst und sich für eine Bezuschussung der Kieler Spieler eingesetzt.
 
Und last but not least ein Dankeschön an Schiedsrichter Dirk Rütemann, der bestimmt schon immer gern mal in Büsum Urlaub machen wollte.
 
Zuschauer sind selbstverständlich nicht zugelassen. Unter folgendem Link lassen sich allerding Paarungen und Ergebnisse einsehen:
 

Von IM Dirk Schuh!

Rezension der englischen Ausgabe

Der französische Großmeister Christian Bauer hat nicht nur eine stattliche Elo von 2644, er ist mir auch schon vor Jahren durch seinen interessanten Eröffnungsstil aufgefallen. Wo andere Profis die Hauptvarianten auf das Brett knallen, versucht er, eigene Wege zu gehen und den Gegner wie sich selbst schnell zum eigenen Denken zu zwingen. Dass er aber voll und ganz an seine Eröffnungen glaubt, hat er schon mit dem Mut bewiesen, eher belächelte Varianten wie die Skandinavische Verteidigung nach 1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 oder 1. ...b6 gegen alles anhand von Schachbüchern in die Öffentlichkeit zu bringen. Mir persönlich gefiel auch sein Beitrag in "Experts on the Anti-Sicilian" aus dem Hause Quality Chess sehr gut, in dem er nach 1.e4 c5 2.Sf3 d6 sowohl 3.Lc4 als auch 3.c3 Sf6 4.h3 beleuchtet.

Nun hat er mit "Candidate Moves" für Thinkers Publishing sein erstes Nicht-Eröffnungsschachbuch veröffentlicht.

Den Titel plus den Klappentext finde ich dabei allerdings sehr irreführend. Ich hielt das Buch darum zuerst für ein Lehrbuch zur Variantenberechnung, aber in Wirklichkeit trifft der Ausdruck Partiensammlung wohl eher die Thematik. Auf 405 Seiten analysiert GM Bauer 41 seiner Partien und beleuchtet dabei verschiedenste Aspekte des Schachspiels. Dazu gehört auch die Variantenberechnung, aber eben auch interessante Eröffnungsvarianten, Schachpsychologie, positionelle Aspekte, kurzum alles, was bei einer gut analysierten Partie so anfällt.

Den kreativen Stil des Autoren findet man dabei überall im Buch wieder. So gibt es zu den oben genannten Eröffnungen natürlich einige nette Partien. Es beginnt gleich wunderbar abwegig mit einer Partie gegen den Haudegen GM Davit Shengelia, mit dem ich vor Jahren beim SK Werther zusammengespielt habe. Christian Bauer beginnt mit 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.c3 Sf6 4.h3, Schwarz kontert mit Sc6 5.Ld3 g5 und das Chaos ist angerichtet. Solche Eskalationen gibt es in dem Buch zuhauf und das unterhält ungemein. Mich juckte es jedenfalls bei der Lektüre mehrfach in den Fingern, die neu gelernten Ideen gleich mal in der Praxis auszuprobieren.


Partiedarstellung - mit Dank an Chessbase!

Kreativ ist allerdings auch der Aufbau des Buches. Auf der einen Seite gibt es eine klassische Ordnung der Partien nach Qualitätsopfern, taktischen Chaosstellungen, Königen in der Mitte und ruhigeren Stellungen, über deren Ruhe man sich allerdings auch streiten darf. Das wirkt noch relativ normal. Auch die Einleitung eines jeden Kapitels, wo alle beinhalteten Partien kurz angeschnitten werden, damit der Leser weiß, was ihn so erwartet, ist begrüßenswert, aber wurde auch schon hundertfach gesehen.
Neu für mich war allerdings, dass jede Partie in dem Buch doppelt analysiert wird. Der Autor beleuchtet erst alle Aspekte der jeweiligen Partie aus weißer Sicht und sieht sich das Ganze danach dann noch aus der Sicht des Nachziehenden an. Das frisst zwar einiges an Platz und wirkt auch erst einmal gewöhnungsbedürftig, wenn ein merkwürdiger Zug gar nicht kommentiert wird, weil er von der Seite kommt, die gerade nicht behandelt wird, ist aber auf seine eigene Art auch sehr übersichtlich und erlaubt es dem Autor, insgesamt mehr Kommentare und Analysen zu den Partien anzugeben, ohne dass es zu voll wird.

Der Autor gibt dabei in den Partien oft noch sehr viele Fragmente zu ähnlichen Partien an, die auf den ersten Blick gar nichts mit den Hauptpartien zu tun haben, aber sehr schön die Welt der Nebenvarianten erläutern. Zum Beispiel träumt Weiß in der Variante, die gegen Davit Shengelia gespielt wurde, davon, Schwarz in Strukturen der Spanischen Eröffnung zu lotsen, in denen oft später im Mittelspiel das Bauerndreieck e5-d6-c5 aufgebaut wird, um im Zentrum Gegenspiel zu erlangen. Spielt Schwarz also in dem Sizilianischen Pendant später notgedrungen e5, um eine weiße Bauernexpansion auf dieses Feld mit e4-e5 zu verhindern, ist Weiß mit seinem Spanischwissen klar im Vorteil, sofern der Gegner nicht 1. ...e5 in seinem Eröffnungsrepertoire hat.

Ein anderer zuletzt häufig zu sehender Trick der Nebenvariantenelite ist das Spielen von Schwarzeröffnungen mit Weiß. Hier liefert der Autor ein hochinteresantes Beispiel zum symmetrischen Englisch nach 1.c4 c5, das oft sehr langweilig wirkt, da Schwarz häufig die weißen Züge spiegelt. Wie man dort allerdings mit Weiß und mit Schwarz auf Gewinn spielen kann, zeigt Christian Bauer sehr gut. Die gängigeren Beispiele zu diesen Thema wie das derzeit moderne Londoner System, das nichts anderes als Slawisch im Anzug ist oder auch der Torreangriff nach 1.d4 Sf6 2.Sf3 g6 3.Lg5, der als Schwarzeröffnung nach 1.Sf3 d5 2.g3 Lg4 oder auch erst c6 und dann Lg4 lange Zeit sehr viel populärer war, werden natürlich auch behandelt und ergeben einen großen Fundus an seltenen Eröffnungen.

Kandidatenzüge Bauer

Insgesamt bietet das Buch tolle Partien , in denen oft schon frühzeitig die Fetzen fliegen und gezeigt wird, wieviel Spaß das Spiel abseits der Mode der Hauptvarianten bereiten kann. Das Titelthema ist zwar klar verfehlt worden, aber dennoch kann ich es jedem Schachfreund ans Herz legen.

IM Dirk Schuh, Schachtrainer

Mai 2018

Kandidatenzüge von Christian Bauer bei Schach Niggemann

Freitag, 07 Mai 2021 01:38

Meister gegen Meister

Werder Open 2021, fünfte Runde von sieben - und die beiden Großkopferten, ELO-Bullen, Denkriesen müssen ran, und dann auch noch gegeneinander!

Am Samstag abend ab 18 Uhr daher nun das große Match live:

IM Frank Zeller - IM Jonathan Carlstedt

über 6 Partien mit 5+3 Bedenkzeit

https://www.werder.de/schach/turniere/sonstige-turniere/werder-online-open/

Live und gerichtsfest kommentiert von Olaf Steffens unter www.twitch.tv/werdertigers

Kommt vorbei und schaut rein, wir freuen uns!

Donnerstag, 06 Mai 2021 16:55

Online is the new Black

Nicht nur der Ligakampf in der verwinkelten Gaststube des Lokalrivalen, verstärkt durch den nicht erhältlichen/ viel zu dünnen/ nicht mehr heißen oder auch nur teuren Kaffee an der Theke bieten vielerlei Ansätze, um die Verantwortung für eine soeben verlorene Turnierpartie herunterzuspielen und die Schuld elegant an die Umstände weiterzureichen.

Die ermutigende Nachricht ist – diese guten Gründe gibt es auch, wenn man zu Hause spielt! Hier ist, was wir für rechtfertigende Stimmen nach vielen Wochen in der Deutschen Schach-Onlineliga oder ihrer bezaubernden kleinen Schwester, der Bremer Umzu-Liga, einfangen konnten.

Warum man auch zu Hause seine Partien verliert, ohne daran schuld zu sein

- unsere Katze wollte ständig raus und kratzte an der Tür (Bremen)

- ich habe nebenbei noch ein paar Aktien geshortet (Frankfurt)

- es lief gerade „The Queen‘s Gambit“ (Überlingen)

-  ich durfte meine Engine nicht mitlaufen lassen  (anonym)

- die Techno-Musik in meinem Club war zu laut (Berlin)

- der Kaffee war zu dünn/ nicht mehr heiß/ zu teuer/ es gab keinen  (Nordwalde)

- ich durfte nicht rauchen (Köln)

- die Katze wollte dann wieder rein und kratzte an der Tür (Bremen)

- meine Partnerin fing in der Zeitnotphase an staubzusaugen  (Magdeburg)

Nun gut, so ist das manchmal – da bleibt dann eigentlich nur der Schwamm drüber- Lockdown Blues von SF Otto Waalkes.

„Ob wir betrübt sind? Keinesfalls! Mit breiter Brust geht das Hellas-Team aus dieser grandiosen DSOL-Saison.“ (Hellas Nauen)

Deizisau, der SC Moosburg und Akademie Paderborn - was haben sie und die 23 andere Finalisten der DSOL nur falsch gemacht? 

Die meisten der 400 Mannschaften, die für die DSOL 2.0 im Januar in den Ring stiegen, haben ihren Platz in der bundesweiten Online-Hierarchie bereits gefunden. Oben oder unten? Sie wurden ehrenvolle Dritte, Fünfte, Letzte ihrer Liga, flogen hübsch raus im Viertelfinale oder kamen gar nicht erst so weit – und schon konnte man im Zweifel bereits nach 7 Spieltagen ohne viele Diskussion abschätzen, wo sie denn so stehen im großen digitalen Gefüge: die einen gut, die anderen besser. 

Andere Teams mochten sich da nicht so fix einordnen. Deizisau, Moosburg, Paderborn, sie gewannen hier mal ein Viertelfinale, verloren dort auch nicht das folgende Halbfinale, und entzogen sich dadurch einer genaueren Platzierung. Und also wussten die Spielstärkeforscher des DSB auch Ende April immer noch nicht, woran man bei ihnen war: tiptop, oder nur top? Wer ist denn nun wie gut?

Mühsam, mühsam, denn die DSOL-Geschäftsleitung musste nun sogar eine weitere Spielrunde ansetzen, Finale genannt, um auch für diese 26 Mannschaften zu einer vollumfänglich gültigen, sportlich-adäquaten Standortbestimmung kommen zu können. Geduldiges Feinjustieren im Sinne der Wahrheit, das zeichnet unseren Schachbund aus.

Und das hieß natürlich: alle Schiris nochmal an Deck, DSOL-Sendemasten aufrichten, Pizza ordern für die Chessbase-Zentrale, damit auch die letzten der 400 Teilnehmer ihren Platz in der Rangliste finden konnten.

Und auch GM Siebrecht kam noch einmal vor die Kamera, gab ein Da Capo, um dieses Finale und damit die zweite Staffel der Liga in einem tollen Rahmen mit zu beschließen.


Huch! - der Link will leider nicht, darum bitte hier: https://www.twitch.tv/videos/1006193310

 

Die anderen gut 370 Clubs hatten dagegen am vergangenen Freitag schachfrei, konnten länger arbeiten, Fußball gucken und entspannt der nächtlichen Ausgangssperre entgegenfiebern. Clever! Das sind sie, die Wonnen des sportlichen Nichtweiterkommens.

Wer aber waren die 26, die sich jeder rechtzeitigen schachlichen Bewertung bislang entzogen hatten?

Hier sind die 13 Final-Paarungen in der Übersicht (Vorsicht – Ergebnisse stehen schon drin!)
 

Und damit wir auch ein bisschen Weltwissen mitnehmen aus den vergangenen 4 Liga-Monaten, hat unsere Design-Abteilung die Finalpaarungen graphisch aufbereitet.

An manchen Stellen (Sachsen, Rheinland-Pfalz) ging unserer Zeichnergilde offenbar ein wenig das Land aus – wir bitten, eventuellen Unwuchten in der Darstellung indes mit Milde zu begegnen. Man verstehe die Darstellung vielleicht besser als den noblen Versuch einer Veranschaulichung, weniger als eine Straßenkarte und am besten noch weniger als politisches Statement.

Wir sehen jedoch:

- mehr West als Ost, mehr Nord als Süd bei den letzten 26 Teams - was war da los in Bayern, Sachsen und in Schleswig-Holstein?

- NRW boven, insgesamt herrscht in diesen Gefilden offenbar die höchste DSOL-Kompetenz

- ein Verein liegt direkt am Meer

- der Beitrag Hessens, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts zur Finalrunde bestand im Gewähren von Überflugrechten für das eilige Übermitteln der Züge – und ja, auch das ist wichtig

- auffällig ist die Achse von NRW nach Berlin

- noch auffälliger: die acht süddeutschen Standorte im Saarland, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg bilden miteinander verbunden das Sternbild des Hasen zu großen Teilen ab

- und eine Region hat am großen Finaltag besonders abgeräumt, glatte dreimal sogar….

Wenn man auch nicht weiß, wozu es gut ist: hier alle Ansetzungen in der geographischen Zuordnung:

Wer mit wem in der DSOL?

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Und nun, bevor wir uns dem Geschehen in den einzelnen Ligen widmen, heißt es – die LeserInnen sind am Zug! Greiz, Ostertal, Hannover – wo nochmal genau liegen die 26 Final-Orte?

Jede richtige Antwort gibt einen DWZ-Punkt - den persönlichen Highscore bitte zur weiteren Bearbeitung unten im Kommentarbereich vermerken.


Fullscreen...

Fi-na-le: Die Lagen in den Ligen

Liga 8

Ein großer Abend für das Münsterland – die Türme Billerbeck wendeten einen alten Viererpokal-Trick an und lockten den schwäbischen SC Leinfelden 2 in ein mutmaßlich fein austariertes 2:2- Endergebnis.

Weitergelesen bei Chessbase.de

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Von Dr. Oliver Höpfner, Bremen

In der vierten Folge der kleinen Kolumne „Endspielmagie - Studien für die Praxis“ möchte ich gerne eine weitere kleine Studie des tschechoslowakischen Studienkomponisten Jindrich Šulc (22.3.1911 – 3.12.1998) vorstellen.

Dadurch, dass Mark Dworetski (1947 – 2016) eine der Arbeiten von Šulc als „Kleine Perle“ bezeichnet hat, wurde ich auf die Kompositionen des hierzulande nicht so bekannten Studienautors überhaupt erst aufmerksam.

Ich habe mir daher die Studien von Šulc noch einmal genau angeschaut und fand dabei in einer Sammlung seiner Arbeiten die folgende elegante Aufgabe, die aus meiner Sicht auch sehr gut in diese kleine Studien-Kolumne passt.

Jindrich Šulc
Sach 1942, 3. Ehrende Erwähnung

Studie_4_Sulc.png

Vor uns haben wir hier ein außerordentlich taktisches Endspiel. Wie kann Weiß in diesem Turm-Endspiel seine beiden Freibauern zum Sieg führen?

Dazu bedarf es schon eines kleinen Griffs in die taktische Trickkiste.

Viel Spaß daher bei der Lösung der Aufgabe.

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Und hier - die Lösung! (10.Mai 2021)

Für Freunde des überregionalen Denksports: heute abend um 18 Uhr treffen in der vierten Runde des Werder Online Open der berühmte IM Frank Zeller und ein unbekannter, schon seit Jahren unter dem Decknamen Olaf Steffens spielender FM aufeinander, um in einem sechsrundigen Vergleichskampf wichtige Punkte im Rennen um das Siegertreppchen zu sammeln.

Zwei Schachkulturen treffen dabei aufeinander: auf der einen Seite Eröffnungswissen, filigranes Positionsverständnis, passgenaue Zuspiele und süddeutsche Lebensart (Frank Zeller), auf der anderen grobe Schnitzer, Überforderung nach wenigen Zügen und die bloße Hoffnung auf den lucky punch (Olaf Steffens) - schauen wir mal, was das so wird.

Turnierseite

Spielsaal

Zuschauen wird auch Werder-Coach Jonathan Carlsenstedt, der live bei Twitch als Moderator für das Traditionshaus Werdertigers mit dabei sein wird.

Ein kurzes knuffiges Blitzmatch heute abend also, und hinterher kegelt Holstein Kiel die Dortmunder aus dem DFB-Pokal - klingt doch wie eine schöne Mélange für einen milden 1.Mai-Abend.


Frank Zeller - inspirierender Schachjournalist, Buchautor, Bundesligaspieler - und vielfach engagiert (s. ab Minute 2:14) !

Montag, 26 April 2021 16:02

DSOL-Halbfinale: Arbitrium omnia esse!

Großes Liga-Halbfinale – und die DSOL hat es geschafft! Weltweite Anerkennung und schachsportliche Kooperation:

- die Spiele des Jekateriner Kandidatenturniers wurden auf 13:00 Uhr gelegt, um ja nicht mit den Abendspielen der DSOL zu kollidieren

- die bundesweite Ausgangssperre beginnt in der Nacht von Samstag auf Sonntag und sowieso erst um 22:00 – damit alle DSOListas nach ihren Knock-Out-Spielen am Freitag noch in Ruhe nach Hause zurückkehren können

- die Zuschauerzahlen bei Sebastian Siebrechts Liga-Show gehen in die Tausende

Liveshow von Sebastian Siebrecht

So soll das sein – und es wäre ja auch bedauerlich, wenn dieser schöne bundesweite Wettbewerb nur so still und heimlich zu Ende gehen würde. Schließlich haben wir doch Halbfinale. Und Finale!

Und einmal mehr sagen wir hier Dank an Frank Jäger, den Beauftragten für Online-Schach im DSB, und sein gesamtes schlagkräftiges, kompetentes und engagiertes Team – ohne sie, und ohne die DSOL, würden wir immer noch hilflos vor unseren heimischen Holzbrettern hocken, die Klötzchen anschauen und auf die erste post-pandemische Ausschreibung für Mannschaftsturniere warten.
 

Mit Grüßen nach Leipzig: Frank Jäger

Zweite Staffel der DSOL also, und mit der Runde der letzten Vier stand am vergangenen Freitag sozusagen schon fast das große Staffelfinale auf dem Programm. Wer sprang da in den Ring, und welches Team konnte am Ende die geballte Schachfaust hochreißen und ins Endspiel einziehen?

Es starteten ja Legionen an Spielern in der DSOL 2.0. Man zählte 13 Ligen, in jeder Liga 4 Staffeln, in jeder Staffel 8 Mannschaften, in jedem Kader 8 Spieler, für jeden Spieler 2 Springer – Heerscharen an SchachjüngerInnen, Unmengen an DWZ-Kraft!

Wohl sortierte die Turnierleitung nach der siebten Ligarunde eine Vielzahl der Apologeten aus. Nur ein paar Auserwählte wurden ins Viertelfinale durchgewunken, was man einerseits hartherzig finden mag, andererseits aber der Turnierordnung entspricht und bereits bei Anmeldung Teil der Abmachung war. Pacta sunt servanda, wie im alten Rom, Verträge und Spielregeln werden eingehalten, klar. Daher also ? no whining, ne lamentari.

Auch wenn man rausgekickt und wie der SV Dinslaken, SC Caissa Falkensee oder Akademie Paderborn 2 nach einem verlorenen Halbfinale krude des Turniersaals verwiesen wird – immer soll man ja auch danach gucken, was gut war und was man erreicht hat, statt nur zu bedauern, was man nicht erreichte.

So jedenfalls hat es Marc Aurel formuliert, römischer Kaiser, Stoiker und laut Vereinschronik der Amici Ludus Scacorum Roma dem Vernehmen nach auch ein starker Amateurspieler (DWZ 2023). Also: lieber über gute Gesundheit freuen, nicht über den verpassten Finaleinzug klagen. Und beim nächsten Mal wird es dann schon wieder besser!

Marc Aurel, 121 - 180 (Foto: Bibi Saint-Pol)

 

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Am vergangenen Freitag spielte die DSOL ihre Viertelfinale aus, die besten Clubs aus allen Staffeln dachten um die Wette auf dem Weg unter die letzten Vier. Es wurde spät und später, und dann, als alle schon längst nach Hause gehen wollten, qualifizierte sich als eine der fast letzten Mannschaften die SF Deizisau mit einem 2,5:1,5 gegen den FC Bayern München.

Deizisau also, ein schwäbisches Juniorenteam, und schon im Halbfinale der obersten DSOL-Liga? Da kann man sagen, was man will – das ist beachtlich, so eine junge Mannschaft, und doch schon recht stark! Da haben die Schachfreunde Deizisau und ihr Kapitän Sven Noppes wohl voll auf ihre Jugend gesetzt, und offenbar werden sie nun dafür belohnt.

Nun ist, zugegeben, die DSOL kein Europapokal der Mannschaften, dafür wären Alexander, Matthias, Dmitrij, Ruben, Georg, Vincent, Andreas und Marc zum jetzigen Zeitpunkt wohl auch noch nicht stark genug?

Aber immerhin, Viertelfinale der DSOL, auch das ist ja etwas in so einem jungen Alter, davon erzählt man seinen Enkelinnen später gerne auch mal einen Schwank. Zum Beispiel von einem Erstrunden-Auswärtsspiel bei Bad Homburg, das 2:2 endete.

Im K.O.Spiel gegen den FCB war Deizisau sofort hellwach, zwei relativ frühe Tore von Alexander Donchenko und Dmitrij Kollars brachten sie früh aufs Siegersträßle, wie man im Schwabenland so sagt. Als schließlich auch Ruben Köllner einen hineingelupften Eckball zum Remis verwandelte, war die Begegnung vorentschieden – Deizisau uneinholbar vorne! Beeindruckend allerdings – bei den Münchner Bayern punktete mit Tino Kornitzky ein relativer Außenseiter in einer messerscharfen, tollen Partie gegen Deizisaus GM Matthias Blübaum. Gratulation!

Hier die mitentscheidende Partie von GM Alexander Donchenko gegen IM Theo Zwanzger:

Und hier für alle Fans des FC Bayern das Spiel von Tino Kornitzky!


So sehr es uns freut für Deizisau, aber ob das so auch reichen wird im Halbfinale, wenn es – und  Achtung! - gegen die Bremer Werderaner geht? Wir gucken uns das an! Und wir übertragen das – die Werdertigers unterbrechen rechtzeitig zum großen Halbfinale ihren Winterschlaf und kommentieren ab 19:30 Uhrdas große Spiel Werder - Deizisau live bei Twitch. Und .. das Heimspiel von Werder 5 gegen den SK Paderborn 5 ebenso, eines der Halbfinale in Staffel 13.

Am Start in der Kommentatoren-Lounge sind entweder Schachfreund IM Jonathan Carlstedt, falls er nicht selber spielt, oder Schachfreund FM Olaf Steffens. Oder beide. Wir freuen uns, wenn Ihr vorbeischaut. (Bringt gerne Bier mit. Oder Saft!)

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Hier der Viertelfinalbericht bei Chessbase - und hier alle Links zu den Halbfinal-Ansetzungen, die alle am kommenden Freitag stattfinden, eine zentrale Runde sozusagen. High Alert!

Dienstag, 20 April 2021 02:08

DSOL: Einige raus, aber einige auch weiter!

Liebe Leute, Leserinnen, Leser, die Zeiten sind schwierig und fordernd. Vor dem Weiterlesen müssen wir Sie bitten, einen kleinen DSOL-Schnelltest abzulegen, ehe Sie zusammen mit den anderen LeserInnen Zeit auf einer vollgepackten Webseite verbringen können. 

Bitte streichen Sie vorher mit einem Wattestäbchen fünfmal über den linken und fünfmal über den rechten Nasenflügel, um besser nachdenken zu können. Und dann geht es los – auf, auf, gelle, zum großen

DSOL-MONSTER-Taktik-Workout

bei den ehrenwerten Bodenseeperlenfischern!

Conrad Schormann und seine Taktik-Bergleute haben einmal mehr tiefe Stollen in die Partiesammlungen der letzten DSOL-Runden getrieben, und präsentieren in dieser Kompilation eine Fülle aufregendster Aufgaben aus dem Online-Tagebau.

(Indes, ein wohlmeinendes Wort der Warnung gleich vorneweg - Vorsicht vor dem Schlangenotto, der mitten in den ganzen Aufgaben irgendwo ganz unvermittelt auftaucht! Es klingt nach einer mystischen Figur, wie sie einem auch im Herrn der Ringe begegnen könnte – mit eher ungewissem Ausgang.

Tatsächlich aber verbirgt sich hinter diesem schönen, wenngleich ungewöhnlichen Namen ein junger Mann aus Ostwestfalen – und wer sich darüber Späße anmaßt, den möge nach der Partie der Schlangenotto holen!)

Hier im Westfalenblatt erschienen... 

Zum Weiterlesen des Artikels können wir Sie leider erst freischalten, nachdem Sie Ihre aktiven und eindringlichen Lösungsversuche noch einmal mit Ihrer Unterschrift bestätigt haben.

Darum bitte ganz kurz hier zeichnen und mit „Enter“ bestätigen.
 

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Alles ehrlich gelöst, und natürlich nicht gecheatet? Dann geht‘s jetzt los:

Das Viertelfinale der DSOL 2

Viertelfinale, das Wort allein klingt schillernd. Jede der 50 (!) DSOL-Staffeln entsandte nach edlem siebenrundigem Denkerwettstreit ihre zwei formstärksten Teams in die K.O.-Runde. Die letzten Acht sollen es dann ausmachen und ermitteln, wer überhaupt weiterkommen darf unter die letzten Viere, und einen großen Zug näher an den schillernden Pokal nebst Titelgewinn.


Nicht alle finden den Weg bis ins Endspiel

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Fix weiterlesen bei Chessbase.de

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Freitag, 09 April 2021 19:47

Wahr oder Legende: Robert Hübner

Beim Aufräumen, Umsortieren, Staub aufwirbeln in meinen Gemächern stolperte ich über ein lang vermisstes Exemplar der englischen Schachzeitung Not the British Chess Magazine (N.T.B.C.M.), mutmaßlich aus dem Jahr 1984, als die Welt noch eine andere war - genügend Elefanten in Afrika, noch keine tödlichen Neonicotinoide auf den Feldern, die alle Insekten und bald dann auch uns dahinraffen werden - darum, Leute, kauft und unterstützt BIO-Lebensmittel, dringend dringend dringend.

Und 1984, Bayern wurde noch nicht jedes Jahr Meister in jenem Jahrzehnt, stattdessen auch mal der ... Hamburger SV! (bedauerlicherweise nur war ich zu dieser Zeit noch nicht HSV-Supporter, sondern, sorry about that, ein Anhänger des FC Bayern München - so ist das manchmal in der Jugend, bei mir jedenfalls).

Doch ich schweife ab? Und in der Tat, das ist ja das Problem in diesem Internet, dass immer genug Platz ist zum Schreiben und die Sätze ewig weitergehen können, denn es gibt keine Seitenbegrenzung und mein Schachwelt-Blog-Präsident und Großmeister Jörg Hickl sieht das auch nicht so eng, so dass man theoretisch schreiben und schreiben und schreiben und schreiben könnte, und schreiben und schreiben und schreiben, bis irgendwann mal der Strom ausfällt oder man in die Küche muss, um abzuwaschen und damit den häuslichen Frieden zu wahren oder aber um ein kaltes Getränk aus dem Kühlschrank - aber genug der langen Worte.
Jetzt wieder Schach, versprochen!

 Not the British Chess Magazine

Das Not the British Chess Magazine also von 1984, es erscheint nach eigenen Angaben ansonsten alle 150 Jahre. Noch ist also etwas Zeit, ehe die nächste Ausgabe auf den Markt kommt. Vorbestellen lohnt.
Denn in diesem wunderschönen Magazin wird Investigation noch ganz groß geschrieben - man findet aktuelle Recherchen zu Bobby Fischer, eine Einführung für das große WM-Match Karpov - Kasparov sowie einige Ausführungen zu vegetarischem Schach.
Ergänzt wird dies unter anderem um einen historischen Blick auf die längste Fernpartie wohl aller Zeiten, begonnen zur Zeit der Kreuzzüge zwischen einem französischen und einem englischen Ritter - und weitergespielt über die Jahrhunderte bis heute. Der Postweg kann zäh und langsam sein, wir kennen das.

Eine Meldung neben anderen erregte nun meine Aufmerksamkeit, denn es geht dabei um Robert Hübner, Großmeister und Legende wie Jörg Hickl und Vincent Keymer. Das N.T.B.C.M. berichtet:

The fastest double default. Hubner and Rogoff were paired together on Board 1 for the World Students Team Championship, playing for West Germany and the USA respectively.
Hubner had just finished an extremely long game and asked to be rested but his match captain would not agree.
They first agreed an instant draw but the arbiter told them they must play a game of reasonable length. Now over 200 moves were played at breath-taking speed. As usual a 0-0 result.

Flott online übersetzt mit Dank an www.pons.de (das hätte sich 1984 so auch noch niemand vorstellen können):

Die schnellste doppelte Voreinstellung. Hubner und Rogoff waren zusammen an Board 1 für die World Students Team Championship, jeweils für Westdeutschland und die USA.
Hübner hatte gerade ein extrem langes Spiel beendet und bat darum, ausgeruht zu werden, aber sein Match-Kapitän wollte nicht zustimmen.
Sie stimmten zunächst einem sofortigen Unentschieden zu, aber der Schiedsrichter sagte ihnen, sie müssten ein Spiel von angemessener Länge spielen. Jetzt wurden über 200 Züge mit atemberaubender Geschwindigkeit gespielt. Wie üblich ein 0-0 Ergebnis.

Beide Spieler also, Rogoff und Hübner, wurden offenbar genullt, weil sie den Turnierregeln mit ihrem Verhalten (200 schnelle Züge!) keinen Respekt erwiesen.

Wir fragen: Wahr oder Legende - stimmt diese Geschichte, oder ist sie einfach nur sehr schön ausgedacht? Einschätzungen bitte kostenfrei unten im Kommentarbereich. Wir lösen auf in 113 Jahren, sobald das nächste N.T.B.C.M. erschienen ist!


Könnte man gerne mal wieder ins Programm aufnehmen - Schach der Großmeister (hier aus dem Jahr 2002)

Von IM Dirk Schuh

Ich denke, mein schachlicher Werdegang ist recht ähnlich zu dem anderer Schachspieler. Über die Schach-AG an meinem Gymnasium kam ich (natürlich viel zu spät) mit 14 in den Schachverein. Dieser konnte zwar kein regelmäßiges Training anbieten, aber die beiden Betreuer Klaus und Frank haben mir immer wieder bei schachlichen Fragen weitergeholfen. Ansonsten war ich auf mich allein gestellt und habe alles an Schachinformationen eingesaugt, was ich beschaffen konnte.

Da dies natürlich kein geordneter Trainingsplan war, beschäftigte ich mich vor allem mit Dingen, die mich interessierten, also Eröffnungen und Taktik. Endspiele übte ich gar nicht, da ich davon ausging, dass ich meine Partien vorher entscheide oder im Endspielbereich mit ein wenig Rechnen auch so klar komme. Aus heutiger Sicht bin ich sehr überrascht, dass ich es mit dieser Strategie auf eine DWZ von über 2200 und eine IM-Norm brachte. Danach merkte ich gegen stärker werdende Gegner aber, dass ich taktisch, wenn überhaupt, höchstens Kleinigkeiten wie Bauern gewann und regelmäßig gute Stellungen im Endspiel versemmelte. Das Nachholen der Endspielfertigkeiten war gar nicht so einfach und ich bereute ein wenig, dass ich damit nicht eher begonnen hatte. Bei meinen Schachschülern lege ich heute darum einen großen Wert auf das regelmäßige Berechnen und Ausspielen von Endspielen, damit sie es später einmal leichter haben.

Luke Adams
Bis zum Endspiel ist es oft ein weiter Weg

Zum Glück gibt es heutzutage einige exzellente Endspielbücher, die einem weiterhelfen können. Eines davon ist "The 100 Endgames You Must Know" von GM Jesus De La Villa, zu dem bei New in Chess jetzt das "Workbook" erschienen ist. Der ambitionierte Endspiellernwillige erhält hier insgesamt 300 Endspielaufgaben mit jeweils ansteigenden Schwierigkeitsgraden in 12 Kapiteln. Die jeweiligen Aufgabenstellungen geben dabei gewisse Hilfestellungen. Mal soll man einen Remisweg finden, dann muss man sich zwischen zwei Zugkandidaten entscheiden oder ausrechnen, ob sich ein bestimmter Abtausch lohnt.

100 Endgames

Ich habe mich nach der Lektüre der Einleitung, die noch einmal den hohen Stellenwert von Endspielkönnen erklärt, gleich ans Werk gemacht und die ersten Aufgaben zu lösen versucht. Zu Beginn gibt es gemischte Endspiele, die typisches Wissen erfordern. Die meisten habe ich zum Glück geschafft, aber gerade bei dem Endspiel Turm gegen Läufer ohne Bauern auf dem Brett hat es mich erwischt, obwohl ich die Endstellung sogar kannte. Mir schwante da schon Böses, aber zum Glück gibt es ab Kapitel zwei nicht nur feste Themen, in diesem Fall Springer gegen Bauern, sondern auch jeweils eine Einleitung, die noch einmal wichtige theoretische Stellungen erklärt und den Geist des Lesers auf die kommenden Aufgaben einstimmt. Danach kann jeder schauen, wie weit er kommt, aber ein paar Aufgaben sollten auch wenig erfahrene Endspieler schaffen.

Für mich ist dieses Konzept sehr gelungen. Man kann anhand der einzelnen Themen gut sehen, was einem liegt oder was man lieber wiederholen sollte und lernt nebenbei noch weitere Endspielfeinheiten. Die Lösungen sind nicht nur reine Varianten, sondern erklären auch kurz und knapp die wichtigen Themen der Stellungen. Hier und da hätte ich mir ein paar mehr Nebenvarianten in den Lösungen gewünscht, da nicht alle meine Fragen geklärt wurden, aber das ist auch immer Geschmacksache!

Die Auswahl der Aufgaben ist auch praktischer Sicht in meinen Augen hervorragend gelungen und bietet einen guten Überblick über typische Probleme, die in Endspielen zu lösen sind. Gerade im Spiel gegen stärkere Gegner ist das Halten von schlechteren Endspielen zum Beispiel eine wichtige Fähigkeit, die man anhand der Fragestellungen in diesem Buch sehr gut üben kann.

Insgesamt ist dies ein gutes Trainingswerkzeug für Leute, die meinen, dass sie ganz gut im Endspiel sind und dies überprüfen möchten, für Leute, die an ihren Defiziten im Endspiel arbeiten wollen oder einfach jene, die gerne knobeln und Aufgaben lösen. Bei einer Spielstärkeuntergrenze bin ich nicht ganz sicher, aber ab 1300 DWZ sollten zumindest die ersten Aufgaben der Kapitel kein Problem sein. Bei den letzten wurde auch ich stark gefordert, nach oben hin kann also jeder mit diesem Buch arbeiten!

IM Dirk Schuh, Schachtrainer

Mai 2019

Jesus de la Villa, The 100 Endgames you must know Workbook bei Schach Niggemann

Mittwoch, 31 März 2021 20:28

Deizisau ist Europameister!

Wow, wow, wow - sechs junge Meister, allesamt Großmeister, gewinnen den Europapokal der Vereine und sichern in einer hochaufregenden Finalrunde einen phantastischen internationalen Titel! 

GM Matthias Blübaum, GM Alexander Donchenko, GM Georg Meier, GM Andreas Heimann, GM Vincent Keymer und! GM Dmitrij Kollars vollbrachten mit 14 von 18 möglichen Punkten das Kunststück, so renommierte Vertretungen wie Clichy Échecs 92 aus Paris und Mednyi Vsadnik aus St. Petersburg mit einem oder sogar 3 Mannschaftspunkten hinter sich zu lassen. Kompliment, Kompliment!

Wann hat es das zuletzt gegeben, so einen Titel für das Schwaben- und eigentlich auch für ganz Schachdeutschland? Vielleicht 2011, als Deutschland Europameister wurde? Jetzt jedenfalls ein erneuter großer Titel - hervorragend, überwältigend, megacool!

Wir freuen uns, und senden Glückwünsche an die jungen Tiger von Deizisau!

Deizisau 2020
Ausdauertraining mit Peter Leko: Team Deizisau (von links: Dmitrij Kollars, Vincent Keymer, Alexander Donchenko, Matthias Blübaum) beim Bundesligawochenende in Bremen, Februar 2020 (Foto: Heinz Hinrichs)

Ergebnisse bei Chessresults

Dem Hamburger SK, zweites verbliebenes Team aus Deutschland, gelang neben einer soliden Mittelfeldplatzierung ein starkes Mannschafts-Remis gegen die neuen Champions - das ist doch was.

Und wie sagt man in diesen Zeiten gerne: SCHADE, dass alle sechs Deizisauer nun mehr oder weniger zu Hause sitzen und nicht feiern können - Turnier vorbei, Computer ausschalten, und dann rausgehen auf den Balkon und alleine jubeln?
Das mag sich sonderbar anfühlen (auch für mögliche Passanten), geht aber wohl nicht anders, denn zusammen feiern geht nicht. Das holen die Schwabenpfeile und ihr Teamcaptain Sven Noppes aber sicherlich nach - und das Tannenzäpfle Pilsener kann man ja schon mal kaltstellen, vielleicht.

Dienstag, 30 März 2021 08:00

Auf zum WOOp! - Werder-Online-Open 2021!

Werder lässt sein grünes Band
wieder flattern durch die Tropen;
süße wohlbekannte Open
streifen ahnungsvoll das Land.

(Eduard Mörike)

Der SV Werder und namentlich unser geehrter Turnierleiter Udo Hasenberg laden ein - das WOOp Werder Online Open startet in wenigen Tagen!

Seid dabei - jede Woche könnt Ihr im Schweizer System gegen Eure Gegner eine Runde spielen, in einem kurzen intensiven Blitzduell über jeweils 6 Partien.

Bayern München
Gefährliche Blitzhände bei der Arbeit: Bayern München - SG Solingen bei der Deutschen Meisterschaft 2016 in der Rettichstadt Schifferstadt

Die Firma Chessbase stiftet einmal mehr überragend tolle Preise, und einige Matches werden sicher wieder live im Werdertigers-Kanal übertragen.

Hier findet Ihr alle Infos rund um die sieben aufregenden Turnierwochen - die Spieltermine könnt Ihr jeweils individuell mit Euren GegnerInnen absprechen:

https://www.werder.de/schach/aktuell/informationen/news/2021/svw-20210327-has/

Bis bald, meldet Euch an und kommt vorbei beim ersten WOOp 2021!