Weiß am Zug - verliert!

Tazbir - Ftacnik Tazbir - Ftacnik

Es kommt ziemlich selten vor, dass sich ein Spieler beim Stand von 3:4 und Mannschaftspunktewertung in unklarer Stellung in eine Zugwiederholung fügt. Doch Piotr Murdzia konnte damit am Sonntag seinem Verein Polonia, Verzeihung SV Griesheim , wenigstens einen Stichkampf um den Klassenerhalt sichern. Der hessische Verein ist nun nämlich mannschafts- und brennpunktgleich mit den Schachfreunden Berlin auf Rang 12 und 13 oder vielmehr beide genau dazwischen. Als ich mich gegen halb drei  aus der Internetübertragung der letzten Saisonrunde ausklinkte, war Berlin, für mich der SC Freiburg der Schachbundesliga, praktisch abgestiegen, und das Team zerraufte sich im Rückblick auf eine Saison voller verpasster Chancen, denn Griesheim hatte an gleicher Stelle im Parallelkampf gegen den HSK mindestens ein Unentschieden auf den Brettern und war damit uneinholbar. Doch Griesheims Marcin Tazbir schaffte es mit Weiß, die Diagrammstellung gegen Lubo Ftacnik sogar noch zu verlieren (wie beschreibt Georgios Souleidis). Worauf Murdzia es seinem Landsmann nicht gleichtun wollte. 

Über die Details des Stichkampfes zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Teams (Berlin setzt zu drei Viertel deutsche Spieler ein, Griesheim zu drei Viertel polnische) wird anscheinend noch verhandelt. Der direkte Vergleich während der Saison ging am Samstag mit 5,5:2,5 schon mal klar zugunsten Berlins aus. Aber das Reglement sieht nun mal kein Drittkriterium vor. Grotesker Ausblick: Erwischt es Griesheim, kann das Team es ja in der polnischen Liga versuchen. Erwischt es Berlin im Stichkampf, bleibt die Filiale, die in der Ostmark kürzlich Vizemeister wurde. 

Die Teilnahme an unserer Kommentarfunktion ist nur registrierten Mitgliedern möglich.
Login und Registrierung finden Sie in der rechten Spalte.