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Trauriger Abschluss

Kurt Meier während einer seiner letzten Partien in Tromsö Kurt Meier während einer seiner letzten Partien in Tromsö David Llada

Während der Schlussrunde der Schacholympiade kam es zu einem traurigen Zwischenfall. Ein Spieler erlitt einen Herzanfall, die Hilferufe seiner Mitspieler lösten Panik aus. Zahlreiche Spieler rannten zum Ausgang, viele fürchteten irrtümlich einen Amokläufer, nachdem jemand, der offenbar noch nie einen Defibrillator gesehen hatte, "shoot" rief. Das Notarztteam war binnen Minuten zur Stelle, doch der Spieler starb im Krankenhaus.

Es handelt sich um den 67jährigen Schweizer Kurt Meier (Foto), der schon bei mehreren Schacholympiaden für die Seychellen antrat, die Heimat seiner Frau, wo er auch gut die Hälfte des Jahres verbrachte. Meier spielte zuletzt noch das Open in Dubai und das Seniorenturnier Adelboden, war außerdem ein starker Fernschachspieler.

Viele haben die letzte Runde nicht mehr zu Ende gespielt, sondern sich während der Unterbrechung auf Remis geeinigt. 

Nur wenige Stunden später starb ein weiterer Spieler der Schacholympiade: Der 46jährige Usbeke Alischer Anarkulow, Mitglied des ICCD-Teams (Gehörlose), wurde nach einem mutmaßlichen Herzanfall tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Welch ein tragisches Ende einer nicht perfekten, aber gelungenen Schacholympiade.

Kommentare   

#1 Losso 2014-08-16 22:04
Eine wirklich traurige Nachricht. Ich habe mit ihm bei der Schacholympiade Dresden ein paar Worte gewechselt.
Auch von Super-GMs wie Nakamura gab es via Twitter Kondolenzbekundungen.

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