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Simon in Wonderland

Most amazing moves

Von  Simon Williams

 

Most amazing Moves, die erstaunlichsten/verblüffendsten Züge! Wer würde die nicht gerne spielen in seinen eigenen Partien? Einmal mit einer genialen Kombination im Mittelpunkt stehen und den Augenblick des Triumphs genießen. Leider hat man nur sehr selten die Möglichkeit zu solch einem Zug oder einer Kombination. Sei es, dass der Gegner gekonnt alle diesbezüglichen Begehrlichkeiten Ihrerseits abblockt oder Sie den entscheidenden Zug vielleicht manchmal einfach nicht sehen. Natürlich kann man mit fleißigem Taktiktraining schon sehr viel erreichen aber eben nicht alles. Manchmal fehlt halt doch noch eine gewisse Portion Phantasie, Kreativität und Einfallsreichtum. Dieses Element, das für mich erstaunlicherweise sehr selten in der Schachliteratur vorkommt, hat keinen Namen und auch keine Bezeichnung. Es lässt sich nicht einordnen in irgendwelche Schubladen geschweige denn katalogisieren in verschiedene Bereiche. Dieses ganz spezielle Element entsteht dort, wo sich zwischen den 100 Billionen Synapsen die Grinsekatze und der verrückte Hutmacher zu einem Tässchen Tee mit dem Märzhasen treffen.

In diesem Sinne müssen sie in Ihren Partien manchmal wie Alice im Wunderland sein: neugierig, offen und aufgeschlossen für Neues, experimentier- und risikofreudig. Wer nur nach Schema F spielt und das Schachspiel als Abfolge von bestimmten Regeln sieht wird niemals die wahre Schönheit des Spiels erfassen, wird sich niemals über einen scheinbar verrückten Zug genauso freuen können wie ein Kind auf seine erste Schultüte, hört nie die Symphonie einer brillanten Kombination und schmeckt nie den süßen Wein des kreativen Geistes. Wenn man heutzutage Schachübertragungen im Internet verfolgt, könnte man leicht auf die Idee kommen, das Schachspiel ist durch die ständig präsenten Schachengines entmystifiziert, berechenbar und letztendlich tote Materie.

Dass dem nicht so ist, beweist eindrucksvoll die berühmte Behting-Studie:

behting c-001

Heutigen Schachengines dürfte es immer noch schwer fallen, hier in annehmbarer Zeit auf dem Lösungszug zu kommen. Lösung am Ende des Artikels!

 

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Auch hier in dieser bekannten Stellung finden die Engines nicht den richtigen Zug (zumindest nicht in einer annehmbaren Zeit). Ist es nicht wunderbar, dass hier das menschliche Gehirn auf einen Zug wie 1.Sc6!! kam? Das dazu große Phantasie und Kreativität gefragt sind ist klar, doch wie kann man dies trainieren?

Noch ein schönes Beispiel:

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Weiß am Zug. Der Computer sieht hier nichts, in Wirklichkeit ist Schwarz nach dem phantastischen 1.e6!! in jeder Variante verloren (1.e6 gxh6 2.gxh6 Kf8 3.Tdf1)

Der englische GM Simon Williams hat mit der vorliegenden DVD viele verblüffende Beispiele zusammengetragen. In diesen Beispielen erzählt er erst Allgemeines zu der jeweiligen Stellung um dann an der entscheidenden Stelle nach dem richtigen Zug zu fragen. Im Videofeedback erläutert Williams falsche und konkretisiert richtige Züge. Dazu befinden sich auf der DVD 2 verschiedene Datenbanken. In der Hauptdatenbank befinden sich 37 Partien und auf einer Extradatenbank nochmals 50 Beispiele. Ich finde, GM Williams hat seinen Job sehr gut gemacht. Er erklärt sehr viel und führt den Lernenden gut an die jeweilige Stellung heran.

Lernt man daraus etwas oder bleibt zumindest was hängen?

Die wichtigste Frage überhaupt! Anhand der Beispiele wird dem eigenen Kreativitätszentrum im Gehirn einiges abverlangt! Ich für meinen Teil habe sicherlich einiges dazugelernt. Selbstverständlich ist man nach dem Studium der einzelnen Stellungen noch kein Taktikgott aber man hat zumindest einen Teil des schachlichen Denkens neu belebt und reaktiviert. Wenn man so will ein Schachkreativitätsupdate 2.0!

Für wen ist die DVD geeignet?

In erster Linie für alle die noch nicht aufgehört haben, Schach zu lernen und zu verstehen. Ansonsten ist die DVD sicher kein Muss, es ist aber schön, sie im Regal griffbereit zu haben wenn man mal wieder etwas eingerostet ist.

 

Auflösung der Studie:

Der Schlüsselzug lautet 1.Kc6!

 

Technische Daten:

• Trainings-Videos: 5 Stunden 30 Minuten
• Interaktives Training mit Videofeedback 
• Datenbank mit 50 ausgewählten Partien
• Mit CB 12 – Reader

Sprachen:

Englisch

ISBN:

978-3-86681-447-9

Lieferung:

Download, Post

Kostenlose Lieferung innerhalb Deutschlands

 

Systemvoraussetzungen

Mindestens: Pentium III 1 GHz, 1 GB RAM, Windows Vista, XP (Service Pack 3), DirectX9 Grafikkarte mit 256 MB RAM, DVD-ROM Laufwerk, Windows Media Player 9, Chessbase12/Fritz 13 oder mitgelieferter Reader und Internetverbindung zur Programmaktivierung. Empfohlen: PC Intel Core i7, 2.8 GHz, 4 GB RAM, Windows 7 oder Windows 8, DirectX10 Grafikkarte (oder kompatibel) mit 512 MB RAM oder mehr, 100% DirectX10 kompatible Soundkarte, Windows Media Player 11, DVD-ROM Laufwerk und Internetverbindung zur Programmaktivierung.

Kommentare   

#1 joerg005 2014-11-23 07:31
Hi Martin, habe endlich den gordischen Knoten dieser Studie geknackt und den Schwarzen zum Sieg geführt.
Auf !.Kc6 kommt die völlig überraschende Antwort d1D.
Nix für ungut, shit happens.
#2 Martin Rieger 2014-11-23 08:51
Hoppla, der Bauer auf d2 ist natürlich ursprünglich weiß wie Schnee und hat sich nur getarnt als der schwarze Tod!
Gut aufgepasst! ;-))
#3 chesskingkong 2014-11-23 16:52
Auch c4 hat die falsche Farbe.
Schönen Gruß
#4 easyrider 2014-11-23 22:50
... ich kam nicht auf die Idee, es sei etwas falsch und gab nach wenigen Minuten auf ob meiner Unfähigkeit, auch nur das Fitzelchen einer Idee zu sehen...
#5 Martin Rieger 2014-11-24 04:21
Ich habe es berichtigt, müsste nun alles stimmen.
#6 rori 2016-11-19 03:38
Habe gerade Stockfish 8 (popcount-Version) installiert und mal mit obigen Diagrammen getestet:
+ die Studie ist weiter viel zu hoch für die Maschine
+ Cholmovs Zug findet sie in ca. 1Minute
+ fürs letzte Diagramm braucht Stockfish gerade mal 10 Sekunden.

So viel zum "Fortschritt" der letzten zwei Jahre.

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