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Bauernpower

Auch beim Bauernendspiel sind noch nicht alle Wiesen abgegrast. Das folgende Stück erlangte in der quartärlich erscheinenden, hübschen, deutschen Zeitschrift "Problem-Forum" im Zeitraum 2009-2010 den ersten Preis. Sein Autor, Siegfried Hornecker, ist ein nicht einmal dreißigjähriger Schachspieler mit einer DWZ/ELO von ca. 2000. Man muss also kein Partieschachgroßmeister sein, um schöne Stücke hervorzubringen.

Hornecker

Weiß hat einen mächtigen Freibauern, aber Schwarz hat durchaus beachtliches Gegenspiel durch seine Bauern g4 und f3. Am Ende setzt sich Weiß durch.

Viel Spaß beim Lösen!

 

 

Kommentare   

#1 MiBu 2013-09-11 21:15
Die Konstellation f5/g5 gegen f7/g7 fällt natürlich auf und erinnert mich an eine andere Studie, bei der man erst die Bauern über Bord werfen musste (c5/d5 gegen c7/d7. Wenn man nicht opfert, kann Schwarz Kxd5 und Kc6 spielen, um in das Quadrat zu gelangen. Nach n.d6 cxd6 n+1 c6 dxc6 geht das nicht mehr, weil der sK einen eigenen Bauern schlagen müsste.)

Zurück zur vorliegenden Studie: Das geradlinige c6 oder cxd6 scheitert an 1.-Kg3 2.c/d7 f2+ 3.Kf1 Kf3 4,c/d8D g3 und g2# kann nicht pariert werden. Daher 1.f6! und Weiß hat nach 1.-g6 2.c6 usw. wie vor den Zug Dh3 zur Verfügung. Vom Blatt kann ich aber nicht eruieren, welche Unterschiede nach 1.-gxf6 zwischen c6, cxd6 und g6 (die vermutliche Lösung) bestehen.
#2 Sven Joachim 2013-09-11 22:27
zitiere MiBu:


Zurück zur vorliegenden Studie: Das geradlinige c6 oder cxd6 scheitert an 1.-Kg3 2.c/d7 f2+ 3.Kf1 Kf3 4,c/d8D g3 und g2# kann nicht pariert werden. Daher 1.f6! und Weiß hat nach 1.-g6 2.c6 usw. wie vor den Zug Dh3 zur Verfügung.

Der allerdings pattsetzt, deshalb muss man sich wohl einen Läufer statt der Dame holen…
#3 MiBu 2013-09-12 10:00
Touché! An Patt hatte ich gar nicht gedacht... Unter diesen Umständen plädiere ich auch für die neue Bescheidenheit (4.c8L)
#4 Losso 2013-09-13 08:03
Gibt es schon einen Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen? ;-)
#5 MiBu 2013-09-14 13:09
Das wohl kaum, denn der bisher erschlossene Gehalt der Studie dürfte kaum für einen ersten Preis reichen. Es bleibt aber dabei, dass ich nach 1.f6 gxf6 nicht erkennen kann, warum das simple cxd6 nicht gewinnen soll. Somit ist für mich 1.-g6 die Hauptvariante. Nach 6.Lh3 g2+ 7.Lxg2 Kg3 8.Lh1 (8.d3 exd3 9.Lxd5 d2 10.Lb3 Kf3 gewinnt sicher nicht.) Kh2 dürfte der Trick 9.Lf3 folgen.
#6 joerg005 2013-09-16 13:50
zitiere MiBu:
Das wohl kaum, denn der bisher erschlossene Gehalt der Studie dürfte kaum für einen ersten Preis reichen. Es bleibt aber dabei, dass ich nach 1.f6 gxf6 nicht erkennen kann, warum das simple cxd6 nicht gewinnen soll.


Nicht dass Du meinst, Du wärst alleine.
Komme immer wieder mal auf die Seite zurück und sehe es auch nicht.
#7 joerg005 2013-09-19 18:01
Passiert noch was?

Losso, bitte übernehmen sie!
#8 Holger Hebbinghaus 2013-09-19 18:56
Ich nehme an, 9.Lf3 ist die entscheidende Pointe. Ansonsten könnte ich höchstens noch die Gewinnidee nach 5...Kg3 nachtragen, welche darin besteht, den Läufer nach d1 oder e2 zu überführen, ohne dabei ...Kh2 nebst Umwandlung des g-Bauern zu erlauben; also z.B. 6.Ld7 Kf3 7.La4 Kg3 8.Ld1.
1...gxf6 dürfte nicht sonderlich interessant sein, da sowohl 2.c6 als auch 2.cxd6 einfach gewinnt (Weiß kann es sich sogar leisten, zunächst 2.g6 einzuschalten).
#9 Losso 2013-09-19 23:27
Nein, passiert nichts mehr.

Weiß holt sich einen Läufer und muss diesen dann später opfern. Das sieht man in einer Studie nicht so oft.
#10 joerg005 2013-09-20 04:17
zitiere MiBu:
Das wohl kaum, denn der bisher erschlossene Gehalt der Studie dürfte kaum für einen ersten Preis reichen. Es bleibt aber dabei, dass ich nach 1.f6 gxf6 nicht erkennen kann, warum das simple cxd6 nicht gewinnen soll.

zitiere Losso:
Nein, passiert nichts mehr.

Weiß holt sich einen Läufer und muss diesen dann später opfern. Das sieht man in einer Studie nicht so oft.

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Stimme dann voll MiBu zu, von wegen erster Preis.
Die Möglichkeiten sind doch sehr eingeschränkt, so dass es nicht sehr schwer fällt auf 9.Lf3 zu kommen.
Das Kniffligste ist, dass man irgendwie dem Braten nicht traut, dass 1... gxf6 nicht doch noch eine entscheidende Wendung beinhaltet.

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