- Post date: 27. Januar 2013
Im Französischen Schachverband wird am 31. März ein neuer Präsident gewählt. Nicht von Vertretern der Landesverbände wie in Deutschland sondern in direkter Wahl von den Vertretern der Schachvereine. Henri Carvallo kandidiert nicht mehr. Die zwei Kandidaten heißen Léo Battesti und Diego Salazar. In Wahrheit, so Insider, kümmere sich Carvallo ohnehin lieber um sein Schloss und sei Vizepräsident Battesti längst am Ruder.
Durch die korsische Turnierserie ist er international bekannt. Einige wissen auch von seinem langjährigen Engagement im Schulschach. Auf seiner beeindruckenden Kampagnenwebsite sieht man Battesti unter anderem mit Sandrine Bonnaire (ihr Film "Die Schachspielerin wurde auf Korsika gedreht), mit Kasparow, Karpow und Anand. Die besten französischen Spieler und Spielerinnen unterstützen dagegen mehrheitlich Salazar, dessen Kampagne online ebenfalls einiges hermacht und der sich 2010 als Motor des Außenseitersiegs von Chalons in der französischen Liga und mit einem lokalen Schulschachprogramm profiliert hat. Beide Kandidaten sind vor der Wahl quer durch Frankreich unterwegs, um ihr Programm vorzustellen und sich über die Sorgen und Nöte der Basis zu informieren (oder zumindest so zu tun). Beide Kandidaten haben übrigens auffällig viele Frauen im Team.
Am Freitag abend hat Battesti einen Knaller gelandet. Er hat einen Sponsoringvertrag über 600 000 Euro für vier Jahre für den Französischen Schachverband unterschrieben. Einzelne Anhänger feiern ihn bereits als Wahlsieger. Oscaro, ein rasch expandierender Onlinediscounter für Autoteile mit einem Jahresumsatz von an die 200 Millionen Euro, erfüllt den Vertrag allerdings nur dann, wenn Battesti am 31. März gewählt wird. Oscaros Gründer und Miteigentümer Pierre Noel Luiggi stammt aus Bastia genau wie Battesti. Der war in jungen Jahren militanter Separatist (Mitgründer der Korsischen Befreiungsfront), fast zehn Jahre lang Journalist und ist seit gut zwanzig Jahren Politiker. Viel besser vernetzt kann man in Korsika nicht sein.
Einer der wichtigsten Männer hinter Battestis Kampagne ist denn auch ein weiterer erfolgreicher Korse: Den Webauftritt managt der Internetunternehmer Sebastien Simoni. Erst kürzlich waren Battesti, Simoni und Luigi bei einer korsischen Businesskonferenz gemeinsam auf dem Podium. Der schöne Titel der Veranstaltung: Corsic´amore! Ob wir das nun englisch oder doch lieber italienisch lesen, bleibt uns überlassen. Ein eingefleischter Salazar-Anhänger sieht da am Ende vielleicht eher etwas wie ...Camorra.
- Post date: 21. Januar 2013
Solche Bilder sieht man leider immer seltener. Die gemeinsame Analyse ist auf dem Rückzug. Immer weniger Turniere stellen einen Raum dafür zur Verfügung, immer mehr Spieler sehen keinen Sinn mehr darin. Was sie über die Partie hinterher noch wissen wollen, soll ihnen der Computer zeigen.
Meisterfotograf Fred Lucas hat dieses Analysevergnügen nicht zufällig in Wijk aan Zee eingefangen. Auf diesem wunderbaren Festival, das gerade zum 75. Mal stattfindet, werden Traditionen hochgehalten. Es ist eine wahre, dem Jubiläum würdige Feier des Schachs. Ein richtiger Lustmacher. Wegen des kämpferischen Schachs, das gespielt wird. Wegen noch viel mehr Fotos von Fred Lucas. Wegen Features wie der Match Preview. Und natürlich wegen Partien wie Aronjan-Anand (Video).
Auch gerade entdeckt: Sergei Schipows (übrigens auf dem Foto der zweite von rechts) unbedingt lesenswerte Ansichten sind mal wieder im Netz. Und die wunderbare Website Chessintranslation hat mal wieder was. Danke.
- Post date: 06. Januar 2013
2013 bringt keine Schacholympiade, wahrscheinlich keinen WM-Kampf, und doch verspricht das neue Jahr ein gutes Schachjahr zu werden. Das gilt insbesondere für die deutschen Schachfans: Gleich drei Weltklasseturniere sollen in den nächsten Monaten in Deutschland stattfinden: Am 6.-17. Februar in Baden-Baden mit Anand, Adams, Caruana, Fridman, Meier, Naiditsch und einem ganzen Schachfestival. Am 3.-17. Juli ein FIDE-Grandprixturnier in Berlin und ab 22. Juli das Dortmunder Sparkassen-Chess-Meeting.
Wer im Süden wohnt, hat es nicht weit nach Zürich, wo am 23.Februar bis 1. März Anand, Caruana, Kramnik und Gelfand antreten. Die im Nordwesten können sich einen Abstecher zum ersten Knaller des Jahres in Wijk aan Zee von 12. bis 27. Januar überlegen. Ein Leckerbissen für heimische Fans ist auch das zum zweiten Mal zentral ausgetragene Bundesligafinale am 5. bis 7. April im Schwetzinger Schloss.
Den sportlichen Höhepunkt des Jahres erwarte ich vom doppelrundig mit acht Teilnehmern (Carlsen, Kramnik, Aronjan, Radschabow, Grischtschuk, Swidler, Iwantschuk und Gelfand) ausgetragene Kandidatenturnier am 14. März bis 1. April in London, das eher nicht mit einem Aprilscherz sondern der Kürung von Anands designiertem Nachfolger endet. Dass der 43jährige Inder bei seinem Kraftakt in Wijk aan Zee, Baden-Baden und Zürich mit 29 Partien binnen sieben Wochen wieder seit Jahren vermisste Siegerqualitäten zeigt und sich wieder – seinem Titel gemäß – über die 2800 schwingt, erwarte ich nicht, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Offenbar ist Anand klar, dass seine beste Chance, zu alter Größe zu finden, jetzt ist, bevor sein Herausforderer feststeht und die nächste WM beginnt, sich im Kopf breit zu machen.
Nach dem starken ersten Quartal wird das Schachjahr etwas ruhiger. Abgesehen von den schon erwähnten Ereignissen erwarten uns das Festival in Biel, FIDE-Grandprixturniere in Lissabon, Madrid und Paris, im August der Weltcup in Tromsö als Generalprobe für die ziemlich genau ein Jahr später dort stattfindende Schacholympiade, und im Herbst dann wieder Bilbao, London und das Moskauer Tal-Memorial, falls es nicht beim voriges Jahr provisorischen Juni-Termin bleiben soll. Der WM-Kampf könnte zwar laut einer früheren Ankündigung der FIDE schon Ende des Jahres in Anands Heimatstadt Chennai über die Bühne gehen. Wahrscheinlicher ist aber 2014 und nach einer Ausschreibung, sobald der Herausforderer in London ermittelt ist.
Gespannt bin ich auch, ob es Andrew Paulson, dem von der FIDE beauftragten Impressario des Grandprix, Kandidatenturniers und der nächsten WM gelingt, die Präsentation des Spitzenschachs zu verbessern. Dass Veranstaltungen wie Linares oder die Amber-Turniere in Monte Carlo und Nizza verschwunden sind, merkt man dem gut gefüllten Kalender jedenfalls nicht an. Für Fans hochklassigen Schachs hat ein gutes Jahr begonnen.
- Post date: 31. Dezember 2012
Ein Schachjahr ist zu Ende, und der Tradition folgend veröffentliche ich hier meine Spieler des Jahres. Die ersten drei fielen mir leicht, die weitere Reihenfolge schon schwerer.
1. Magnus Carlsen bekommt von mir wie im Vorjahr die Bestnote. Er leistete sich kein einziges schwaches Resultat, aber einige sehr gute und brach mit seiner ab 1. Jänner gültigen Elozahl 2861 Kasparows Rekord. Sein Sieg gegen Anand in Bilbao war für mich die Partie des Jahres.
2. Lewon Aronjan gewann in Wijk aan Zee mit einem Riesenresultat (sieben Siege!) und führte Armenien schon zum dritten Mal zu Olympiagold. Auch seine Rückkehr in die Schachbundesliga für die sympathischen Schachfreunde Berlin gefiel mir. Dass Lewon das Jahr schwach abschloss und auf Weltranglistenplatz drei zurückfiel, Schwamm drüber.
3. Fabiano Caruana spielte sich 2012 mit zweiten Plätzen in Wijk aan Zee und Moskau sowie geteilten ersten Plätzen in Dortmund und Sao Paolo/Bilbao in die Weltspitze und aus dem Schatten des in den vorigen Jahren stärker beachteten Anish Giri. Ich muss zugeben, dass ich das dem 20jährigen nicht zugetraut hatte.
4. Garri Kasparow steht hier nicht als Spieler (er steht ja nur noch für wenige Schaukämpfe und Simultane zur Verfügung) sondern als Motor der erfolgreichen Kampagne um die Unterstützung des Europäischen Parlaments für Schulschach und dank seiner Ansage, 2014 alles für die Ablöse Iljumschinows an der Spitze der FIDE zu tun bis hin zu einer eigenen Kandidatur. Ich setze ihn als Nummer vier als kleine Zäsur zwischen den ersten drei und den folgenden Spielern.
5. Wladimir Kramnik fiel mir durch einige Gewinnpartien (gegen Aronjan bei der Olympiade oder gegen Meier in Dortmund) auf. Dass er die aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste ist, zeigt seine Stärke, auch wenn er 2012 nicht zu einem eigentlich verdienten Turniersieg kam: In Dortmund zermürbte er sich gegen Leko, in London war Carlsen vom Glück verfolgt.
6. Boris Gelfand rettete die WM mit dem interessanteren Schach. Er hätte den Sieg gegen Anand verdient gehabt. Als Cosieger des ersten Grandprixturniers in London zeigte der immerhin schon 44jährige, dass das Kandidatenturnier 2011 nicht sein letzter Erfolg bleibt.
7. Sergei Karjakin wurde Schnellschachweltmeister, Cosieger in Dortmund und Taschkent, gewann das starke Blitzturnier in Peking. In Erinnerung blieb auch sein Abschneiden in Wijk aan Zee: Fünf Siege, aber auch fünf Niederlagen. Schade, dass er die Qualifikation fürs Kandidatenturnier als Weltcupvierter denkbar knapp verpasst hat.
8. Daniel Fridman wurde Deutscher Meister, bester Deutscher bei der EM und war der wichtigste deutsche Leistungsträger bei der Schacholympiade. In Istanbul hätte er eine Medaille und einen schönen Geldpreis sicher gehabt, hätte er sich in der letzten Runde gegen die um Gold kämpfenden Russen nicht ans Brett gesetzt. Doch vorbildlich kämpfte er. Das alles rechtfertigt meines Ermessens einen Platz auch in einer internationalen Liste und ist ein Wink mit dem Zaunpfahl an alle, die sich an der vom Deutschen Schachbund ausgelobten Wahl des Deutschen Spielers des Jahres beteiligen.
9. Dmitri Jakowenko wurde verdient Europameister. An ihm lag es am wenigsten, dass Russland wieder nicht die Olympiade gewann. Pech, dass er weder zum Grandprix noch sonstigen Eliteturnieren eingeladen wurde.
10. Wang Hao gewann in Biel, wurde Cosieger in Taschkent und spielte eine starke Schacholympiade bis zur wichtigen letzten Runde, als er gegen Iwantschuk verlor und China auf den undankbaren vierten Platz abrutschte.
Noch kurz zu denen, die nicht vorkommen: Dass Mister 50 Prozent Anand trotz geglückter Titelverteidigung nicht auf meiner Liste steht, braucht keine weitere Erläuterung. Radschabow hat für meinen Geschmack zu wenig gespielt. Nakamura gewann zwar in Hoogeveen aber kein größeres Turnier.
- Post date: 13. November 2012
In nächster Zeit wird das Spitzenschach öfter mal in Norwegen Station machen. Nicht erst im August 2014 zur Schacholympiade in Tromsö. Im zweiten Halbjahr 2013 soll an gleicher Stelle der Weltcup, also das große k.o.-Turnier, dessen Sieger dann WM-Kandidaten werden, steigen. Und im Mai bereits in Stavanger ein Weltklasseturnier mit Carlsen, Kramnik, Aronjan und Anand. Hohe Chancen also, dass der (Noch-)Weltmeister dort auf seinen Herausforderer trifft. Um das Event zu bewerben haben die Veranstalter einen originellen Weg gewählt: Die aus Stavanger stammende Singer-Songwriterin Hanne Sörvaag hat ein Lied geschrieben, und ein Videoclip wurde dazu gedreht, auf dem Magnus auf einem spektakulären Felsen über einem Fjord eine Partie spielt. Enjoy the clip.
- Post date: 14. Oktober 2012
Wer sagt, dass man nur mit ausgefeilten Varianten auf höchstem Niveau bestehen kann. Mit geradezu antitheoretischer Spielanlage improvisierte sich Magnus Carlsen in Bilbao zum Turniersieg und bis auf drei Elopunkte an Kasparows zwanzig Jahre alten Elorekord heran. Dieser Schnappschuss eines Fotoreporters der baskischen TV-Station Proyeccion (Danke für den Tipp an David Llada) aus der Eröffnungsphase von Carlsens verblüffenden Gewinnpartie gegen Anand (es war die einzige entschiedene Partie des Weltmeisters auf Abruf) sagt mehr als Tausend Worte und könnte das Schachfoto des Jahres sein.
- Post date: 10. September 2012
Das waren die Fragen. Hier sind die Antworten:
1. China spielte mit 30 Elopunkten Gewinn unter den Top-Ten-gesetzten Herrenteams am meisten über Erwartung und schlug als einziges Sieger Armenien.
2. Bulgarien war mit 46 Elopunkten Verlust der Flop des Turniers. Auch Ungarn und Frankreich enttäuschten, aber in deutlich geringerem Ausmaß.
3. Jan Gustafssons Eloleistung hätte locker für einen Brettpreis gereicht, er hatte aber nur sieben Einsätze und damit einen zu wenig.
4. Oliver Christian Müller, der für die Auswahl des Internationalen Sehbehindertenschachverbands antrat, schaffte eine IM-Norm. Glückwunsch!
5. Das favorisierte russische Team (Elobilanz minus 4) kam auf 28,5:15,5 Brettpunkte. Nur 16 gewonnene Partien von 44 ist für Gold zu wenig. Gleich zehn Teams schafften 29 bis 30,5 Brettpunkte.
6. Vietnam verlor als einziges Herrenteam neben Russland nur drei von 44 Partien.
7. Vietnam wurde Siebter, ohne gegen ein Top-Ten-gesetztes oder -platziertes Team antreten zu müssen. Kuba, das Elfter wurde, sammelte von allen Teams die meisten Brettpunkte, nämlich 30,5, musste aber ebenfalls gegen kein einziges unter den ersten zehn platziertes Team antreten.
8. Österreich blieb mit 36 abgegebenen Elopunkten deutlich unter den Erwartungen. Markus Ragger erwischte sein schlechtestes Turnier seit langem.
9. Chinas Nummer drei Ding Liren, 19, und Vietnams Spitzenspieler Le Quang, 21, überschreiten dank der Schacholympiade erstmals die 2700.
10. Nigel Short, 47, is back und der älteste Spieler in den Top 50, die genau bei 2700 anfangen. Auch Judit Polgar, Wladimir Akopjan, David Navara und Paco Vallejo sind wieder im Club.
...
13. (Zusatzfrage von Holger Hebbinghaus in den Kommentaren) Im letzten laufenden Kampf der Olympiade Sudan-Botsuana dauerte die kürzeste Partie 92 Züge.
- Post date: 10. September 2012
1. Welches Top-Ten-gesetzte Herrenteam hat bei der Schacholympiade am meisten Elopunkte zugelegt?
2. Welches Top-Ten-gesetzte Herrenteam hat am meisten Elopunkte verloren?
3. Welcher deutsche Spieler verpasste am knappsten einen Brettpreis?
4. Welcher Spieler aus Deutschland erspielte sich in Istanbul eine Titelnorm?
5. Wie viele Herrenteams haben mehr Brettpunkte als Elofavorit Rusland geholt?
6. Welches Herrenteam außer Russland hat auch nur drei (von 44) Partien verloren?
7. Welches am Ende unter den ersten zehn platzierte Herrenteam musste gegen kein anderes unter den ersten zehn platziertes Team antreten?
8. Welches mitteleuropäische Land hat am enttäuschendsten (gemeint ist Eloverlust) abgeschnitten?
9. Welche zwei Spieler überschreiten dank der Schacholympiade erstmals die 2700?
10. Wer ist dank seines guten Olympiaderesultats der älteste Spieler über 2700?
Kommentierte Auflösungen hier am Dienstag abend. Weitere Fragevorschläge bitte als Kommentare.
- Post date: 07. September 2012
Klar, wenn im Match gegen Armenien nicht nur Daniel Fridman seinen Vorteil verwertet sondern auch Georg Meier nicht die Dame eingestellt (Video) und Arkadi Naiditsch seine Remisstellung gegen Aronjan gehalten hätte, wäre auch Igor Chenkin für sein in diesem Fall mannschaftsdienliches Remisgebot auf die Schulter geklopft worden. Aber wie es lief, nämlich 1,5:2,5 und statt geteilter Tabellenführung tschüss Medaille, stellen sich für mich, der nicht live dabei war, einige Fragen an diejenigen, die mehr mitbekommen haben: War Meier, als Chenkin remis bot, aus dem Gröbsten raus? Wie schwer war Movsesians Zeitnot? War Chenkins Stellung zwar vorteilhaft (Computer zeigt fast +1), aber für ihn viel schwerer zu spielen als für seinen Gegner? Hatte Teamchef Uwe Bönsch sein Remisgebot gutgeheißen? Warum ist es kein anderer im Team, der sich durch ein, wie es aussieht, Angstremis in die Diskussion bringt?
Okay, kann man alles nach dem Sonntag besprechen. Zwei Siege reichen immer noch für Platz vier oder fünf. Haut rein!
- Post date: 06. September 2012
Die unsägliche Gängelung von uns Schachspielern durch übertriebene Sanktionen und machtgeile Schiris wird möglicherweise dieser Tage in Istanbul eine Spur zurückgedreht. Dies im Zuge der alle vier Jahre möglichen Reform der Laws of Chess. Diesem Positionspapier aus der Schiedsrichterkommission des DSB zufolge wird der FIDE-Kongress wahrscheinlich beschließen, dass Nullkarenz nicht automatisch gilt, wenn es in der Ausschreibung vergessen wurde, und dass ein Mobiltelefongeräusch nicht mehr zum Partieverlust führt, wenn die Ausschreibung eine andere Sanktion vorsieht. Das Abstrafen von Vergesslichkeit hat schon mehr als genug Frust hervorgerufen. Gelten würden die Regeln, die ein wichtiges Stück Augenmaß zurückbringen, ab 1. Juli 2013. Ich könnte mir fast vorstellen, dann mal wieder ein konservatives Schachturnier zu organisieren. Erstmal aber am 30. September am Adria in Wien etwas auf der innovativen Seite, nämlich ein "baskisches Turnier" (zwei Partien gleichzeitig gegen den gleichen Gegner).


