Wie Phönix aus der Asche

by on27. Februar 2013

Eigentlich hatte ich schon einen stein- und inhaltsreichen Dreizüger herausgesucht, den ich hier präsentieren wollte. Aber dann habe ich gemerkt, dass in der Vergangenheit eher Kleinigkeiten beim Leser hier gut ankamen. In dieser Kategorie fällt auch unser heutiges Stück.

Der Phönix, ein Vogel, der erscheint, in der Morgenröte verbrennt und dann aus seiner Asche wieder aufersteht, war bereits in der ägyptischen Mythologie bekannt. Zu einer Zeit, als an das Spiel Schach noch überhaupt nicht zu denken war, auch wenn es schon Brettspiele zu der Zeit gegeben haben dürfte. Der Mythos des Phönix lebt aber auch im Schachproblem weiter und dürfte auch in der ein oder anderen Schachpartie vorkommen. Doch an dieser Stelle habe ich eigentlich schon fast zu viel verraten und übertrage nun weitere Überlegungen zum Phönix an den Leser.

Ostwald 4

Zugegebenermaßen ein etwas altmodisches Stück von Ralph Ostwald, das 1983 im Mannheimer Morgen erschien: Schwarz ist wehrlos und kann nur noch mit dem König ziehen. Aber Weiß hat nur vier Züge Zeit zum Matt setzen. Wie funktioniert es?

Kommentare   

#1 Lather 2013-02-27 17:47
1.Kd2 Kxd4 - der Phönix verbrennt.
2.d7 Ke5 - Asche-Phase
3.d8S Kd4 - der Phönix erscheint wieder.
4. Sc6# - Ende des Zyklus

Falls das stimmt, ist es für mich sehr hübsch, aber für Komponisten vermutlich angesichts der einzigen Züge nicht so hoch bewertet.
#2 Losso 2013-02-27 21:41
Sehr nett dargestellt, Lather, vielen Dank!
In diesem Fall also eher "Pony aus der Asche".

Prinzipiell bevorzuge ich Schachprobleme, bei denen Schwarz auch ein bisschen mitkämpfen darf und nicht nur seiner Zugpflicht genügt, aber das Thema ist sehr klar dargestellt und daher geht das in Ordnung.

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