Unterstützen wir den DSB

by on15. Mai 2014

Auf der Homepage des DSB sind zwei Artikel mit der Bitte um Unterstützung erschienen.

Das Präsidium bitte Sie um Unterstützung

hier wird gebeten einen Musterbrief an politische Ansprechpartner zu schicken

Musterbrief (DOC) und Anhang Rede Thiel (PDF)

Bericht Treffen des DSB mit der DOSB-Spitze am 14. Mai 2014

Vielleicht schafft der DSB auch noch die Möglichkeit einer ONLINE-PETITION um auch die neuen Medien optimal zu nutzen! Leisten wir unseren Teil dabei, damit wir nicht unsichtbar und ungehört bleiben. Also bitte an so viele Schachfreunde wie möglich weiterleiten und verlinken!
Und natürlich schicken wir den ausgefüllten Musterbrief inkl. Anhang an unsere regionalen und überregionalen Politiker!

Krennwurzn

Anonymer aber dennoch vielen bekannter kritischer Schachösterreicher! Ironisch, sarkastisch und dennoch im Reallife ein netter Mensch - so lautet meine Selbstüberschätzung! Motto: Erfreue Dich am Spiel, nicht an der Ratingzahl! Das Leben ist hart, aber ungerecht (raunzender Ösi)!
 
Kontakt: krennwurzn@yahoo.de Internetseite: www.krennwurzn.gnx.at (uralt)

Kommentare   

+1 #1 Olaf Steffens 2014-05-15 16:57
Alles klar, Krennwurzn, ich bin dabei!
#2 Krennwurzn 2014-05-16 17:22
Vielleicht sollten die deutschen Schachfreunde den ausgefüllten Musterbrief zur EU-Wahl mitnehmen und dort an die Politfunktionäre überreichen!
#3 Guido Montag 2014-05-16 21:56
So unverständlich und bedauerlich es ist, dass das BMI die Förderung einstellt, ist es aber notwendig, dass einige Leute ihre Hausaufgaben machen.
1. Schach wird in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.
Die Schachbundseite ist programmtechnisch zwar Spitze, hat im Layout aber katastrophal an Übersichtlichkeit abgenommen.
2. Eine Meinungsäußerung zum Schach ist nur noch über private Blogs, wie u.a. diesen hier möglich. Es ist nicht klar, ob er von Funtionären des DSB wahrgenommen wird. Ein direkter Dialog auf der DSB Seite im Forum ist nicht mehr erwünscht. Es gibt keinen Referenten für Öffentlichkeitsarbeit.
3. Die Begründung der Ablehnung mit fehlender Eigenmotorik ist ein glattes Eigentor. Wer die Förderrichtlinien und Bestimmungen des BMI über den Daumen blättern lässt, wird kein einziges Wort zur Eigenmotorik finden. Im Gegenteil, die notwendigen Kriterien zur Leistungssportförderung und internationalen Außendarstellung werden vom DSB in fast vorbildlicher Weise erfüllt, nämlich Bundestrainer, Bundesnachswuchtrainer, Benennung von Kaderspielern, Geschäftsführer...

Jetzt behauptet der DOSB zwar voll und ganz hinter dem DSB zu stehen, ist aber selber einzig und allein derjenige der die Begründung des Sportes mit seiner "Eigenmotorik" auf seiner Homepage definiert.
https://www.dosb.de/de/organisation/philosophie/sportdefinition/
Zitat:
Die Ausübung der Sportart muss eine eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität eines jeden zum Ziel haben, der sie betreibt. Diese eigenmotorische Aktivität liegt insbesondere nicht vor bei Denkspielen, Bastel- und Modellbautätigkeit, Zucht von Tieren, Dressur von Tieren ohne Einbeziehung der Bewegung des Menschen und Bewältigung technischen Gerätes ohne Einbeziehung der Bewegung des Menschen.
Wenn es dem DOSB ernst gewesen wäre, hätte er diese Passage längst entfernt, so liefert er dem BMI eine vielleicht willkommene Begründung.
#4 Tiger-Oli 2014-05-16 22:10
Gute Punkte, Guido Montag! Ob Schach wohl jemals mal "hipp" werden wird für die Öffentlichkeit, weiß man natürlich nicht, aber noch schwieriger wird es, wenn niemand da ist, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Surprise! Gibt es denn wirklich niemanden? Einst wirkte Klaus Lais mit viel Engagement für den Schachbund, aber auch das war auf einer eher ehrenamtlichen Schiene, und wurde nicht fortgesetzt. Sollte nun niemand mehr in diesem Amt walten und koordinieren, Kontakte knüpfen und so - schade, schade. Dann ist es noch ein weiter Weg bis zur öffentlichen Wahrnehmung und Unterstützung.

Andererseits gibt es ja einige teils recht gut bezahlte Posten wie den Sportdirektor, und den Bundestrainer, und auch in der Geschäftsstelle sind einige für Geld tätig - sie haben sicherlich zu tun mit der Verwaltung und diversen Initiativen, wie das immer so ist. Wenn aber kein Geld da ist für PR, sollte man vielleicht intern mal über Umbauten und Umwidmungen von Mitteln nachdenken?

Allerdings kann der Schachbund allein auch nicht die Welt retten. Insgesamt ist das Interesse an Schach sooo gering, und auch die Wertschätzung und die Faszination ist für viele Nicht-Schachspieler überschaubar groß. Es ist noch ein langer Weg.

Kann sein, eine coole Marketing-Agentur denkt sich mal etwas aus für den Schachsport - wäre das nicht mal was, ein Konzept, ein Slogan, eine Idee. Vielleicht gut investiertes Geld für das Image.
#5 Frank Hoppe 2014-05-17 13:35
zitiere Guido Montag:
Die Schachbundseite ist programmtechnisch zwar Spitze, hat im Layout aber katastrophal an Übersichtlichkeit abgenommen.

Die Übersichtlichkeit läßt mit jedem Layoutwechsel zu wünschen übrig.
Letztens hatte mein Supermarkt um die Ecke einen neuen Chef bekommen. Und der ließ gleich mal viele Regale umräumen, so daß ich als Kunde in den ersten Wochen nur am Suchen war.
Insgesamt aber hat das neue Layout ein überwältigendes positives Echo bekommen. Und es soll sogar übersichtlicher geworden sein! Diese positive Resonanz hat mich sehr überrascht.
Letztendlich ist es so: Am besten findet sich derjenige zurecht, der jeden Tag auf der Website herumstöbert - oder der Admin. Und die Website-Suche nutze ich auch regelmäßig, entweder für die DWZ-Suche oder wenn ich einzelne Seiten/Nachrichten suche. Es gibt aber insgesamt noch viele Baustellen.

zitiere Guido Montag:
Eine Meinungsäußerung zum Schach ist nur noch über private Blogs, wie u.a. diesen hier möglich. Es ist nicht klar, ob er von Funktionären des DSB wahrgenommen wird. Ein direkter Dialog auf der DSB Seite im Forum ist nicht mehr erwünscht. Es gibt keinen Referenten für Öffentlichkeitsarbeit.

Das DSB-Forum wurde geschlossen, weil es zu wenig Resonanz dafür gab. Gut, es war zuletzt auch sehr versteckt.
Um das Forum wieder auferstehen zu lassen, fehlt mir die Zeit zum Programmieren.

zitiere Tiger-Oli:
Gute Punkte, Guido Montag! Ob Schach wohl jemals mal "hipp" werden wird für die Öffentlichkeit, weiß man natürlich nicht, aber noch schwieriger wird es, wenn niemand da ist, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Surprise! Gibt es denn wirklich niemanden? Einst wirkte Klaus Lais mit viel Engagement für den Schachbund, aber auch das war auf einer eher ehrenamtlichen Schiene, und wurde nicht fortgesetzt. Sollte nun niemand mehr in diesem Amt walten und koordinieren, Kontakte knüpfen und so - schade, schade. Dann ist es noch ein weiter Weg bis zur öffentlichen Wahrnehmung und Unterstützung.

Ab spätestens 2008 zog sich Klaus Lais wegen der Mitorganisation der Schacholympiade zusehends zurück. Erst 2011 kam frischer Wind mit Raymund Stolze. Und der hat sich ein Jahr lang sehr reingehängt und praktisch den ganzen Tag, sieben Tage die Woche herumtelefoniert und Texte verfaßt. Ich kam gar nicht hinterher, all seine Texte rechtzeitig zu verarbeiten und online zu stellen.
Öffentlichkeitsarbeit in der heutigen Zeit ist durch das Internet ein 24-Stunden-Job. Das wäre also ein Team von mindestens fünf bis sechs Leuten in Vollzeit allein für die Website! Wer soll das bezahlen? Und wer will das ehrenamtlich (gegen max. ein kleines Honorar) machen?

zitiere Tiger-Oli:
Andererseits gibt es ja einige teils recht gut bezahlte Posten wie den Sportdirektor, und den Bundestrainer, und auch in der Geschäftsstelle sind einige für Geld tätig - sie haben sicherlich zu tun mit der Verwaltung und diversen Initiativen, wie das immer so ist. Wenn aber kein Geld da ist für PR, sollte man vielleicht intern mal über Umbauten und Umwidmungen von Mitteln nachdenken?

Umgebaut wurde ja schon nach dem Rücktritt von Stolze. Seitdem ist Louisa Nitsche in der Geschäftsstelle für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Das ist aber nur eine ihrer vielen Aufgaben.
Ich bin ihr engster Mitarbeiter, mache die technische Unterstützung, bereite Nachrichten auf und werkele am ganzen Rest herum. Auf Honorarbasis. In meiner Freizeit.
Neben mir gibt es noch zwei weitere Administratoren:
Wilfried Krebbers habe ich ins Team geholt, weil er Ahnung vom CMS hat und programmieren kann. Er überträgt seit Monaten die alte Website in das neue System. Eine Arbeit noch für Jahre. Wilfried macht das ganze in seiner Freizeit.
Christian Eichner ist seit 1.1. Senioren-Webmaster und weil er sich mit PHP & Co. gut auskennt, habe ich ihn auch zum Admin gemacht. Er macht das ebenfalls ehrenamtlich.

Inwieweit in der Geschäftsstelle noch Umbauten nötig oder möglich sind, entscheiden andere. Am wichtigsten wäre jemand, der von Veranstaltung zu Veranstaltung reist, schachbund.de exklusiv und dann auch andere Medien mit (guten) Fotos und Texten versorgt - und das ganze hauptamtlich. Den Fokus darauf zu richten ist nicht gerade leicht, nach der Kürzung der Geldmittel.
+1 #6 Darth Frank 2014-05-19 11:01
Da kann der DSB auch keinen Zauberstab schwenken, der Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung ist begrenzt.

Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach: Ein Fußballspiel kann ich mir anschauen ohne selbst kicken zu können. Es muss nicht König Fußball sein, das gilt auch für Curling oder Dartwerfen. Für einen Nichtschachspieler, auch wenn er die Regeln kennt, ist Zuschauen bei einer Schachpartie völlig uninteressant. Eine Go-Partie sagt mir ja auch nichts.

Früher hat man bei einem WM-Match den Ausgang der Partie noch in der Tagesschau bekommen. Das Internet hat dazu geführt, dass Schachinteressierte die Events live und so umfassend wie nie zuvor verfolgen können. Bei allen anderen kommt dafür gar nichts mehr an.
#7 Krennwurzn 2014-05-19 16:19
zitiere Darth Frank:
Das Internet hat dazu geführt, dass Schachinteressierte die Events live und so umfassend wie nie zuvor verfolgen können. Bei allen anderen kommt dafür gar nichts mehr an.

Das habe ich schon im Artikel www.schach-welt.de/BLOG/Blog/GriechischeImpressionen zu thematisieren versucht - innerhalb der Schachcommunity gibt es Aktivitäten wie nie zuvor, aber in der Außenwelt kommt nichts mehr an! Und dies führt zu Problemen wie jetzt mit dem BMI - wir sind quasi unsichtbar geworden und dürfen nicht vergessen, dass Information eine Bringschuld ist! In diesem Bereich hat aber nicht nur der DSB Fehler gemacht - da sind wir alle miteinander auch etwas schuldig geblieben!
#8 StefanM 2014-05-23 00:34
Die Sache ist durch, siehe Plenarprotokoll des Deutschen Bundestages 18/35, S. 2990. Online einsehbar unter http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18035.pdf

Da hat sich der Deutsche Schachbund in seinem naiven Vertrauen auf einen "Wunsch" des DOSB sauber abkochen lassen.
#9 Guido Montag 2014-05-23 09:03
Förderkriterienb beschlossen vom DOSB, nachzulesen in Kapitel 2.1 in
www.dosb.de/fileadmin/Bilder_allgemein/Veranstaltungen/MV_Wiesbaden/Anlage_zu_Beschluss_TOP_12.3Tischvorlage_Foerdersystematik_NOS_2014-2017_6_12_2013_NEU.pdf

einstimmig !
Da hat jemand beim Deutschen Schachbund seine Hausaufgaben aber sehr schlecht gmacht.
#10 Darth Frank 2014-05-23 09:57
Tja, das Kind liegt jetzt im Brunnen. Die verschiedenen Petitionen kann man sich knicken. Ich bin skeptisch, ob wir je wieder Förderungswürdig werden :-(.
#11 StefanM 2014-05-23 10:21
@Guido Montag: Geschäftsführerin des DSB ist eine gewisse Frau Quellmalz, die zuvor beim Deutschen Tanzsportverband tätig war. [Ironie] Da ist das mit der geforderten "eigenmotorischen Aktivität" natürlich kein Problem, von daher kann man die Implikationen einer solchen Formulierung schon mal übersehen, wenn man beim Abstimmen das Händchen hebt. [/Ironie] Vielleicht sollte der DSB die jetzt erforderlichen Kürzungen damit einleiten, das Gehalt dieser Dame einzusparen.
#12 wmlasker 2014-05-23 14:27
zitiere StefanM:
@Guido Montag: Geschäftsführerin des DSB ist eine gewisse Frau Quellmalz, die zuvor beim Deutschen Tanzsportverband tätig war. [Ironie] Da ist das mit der geforderten "eigenmotorischen Aktivität" natürlich kein Problem, von daher kann man die Implikationen einer solchen Formulierung schon mal übersehen, wenn man beim Abstimmen das Händchen hebt. [/Ironie] Vielleicht sollte der DSB die jetzt erforderlichen Kürzungen damit einleiten, das Gehalt dieser Dame einzusparen.


Der DSB-Präsident war auch dabei. Aber sollte man nicht fair bleiben? Einzelne an den Pranger zu stellen ist hinterher immer sehr einfach. Vor allem, wenn man nicht dabei war, nicht weiß, wie es zu einer konkreten Situation kam, welche Ratschläge gegeben wurden, was plausibel klang und wofür man wieviel Bedenkzeit hatte. Wer unter Euch noch nie eine Figur eingestellt hat, der werfe den ersten Stein.
#13 Jörg Hickl 2014-05-24 11:57
Ich möchte hier noch ein paar weitere Punkte ergänzend in den Raum stellen:

• Hat der DSB irgendwann in den letzten Jahrzehnten versucht, das Schach außerhalb der Szene (Kaltakquise bei Nichtschachspielern) zu bewerben? Mir ist hier nicht eine Aktion bekannt, aber vielleicht ist das auch gar nicht seine Aufgabe.

• Wofür sind die öffentlichen Gelder eigentlich gedacht? Sicher doch auch für die Popularisierung einer Sportart – bei uns fließen sie anscheinend nur in die Verwaltung.

• Stellen wir uns den fiktiven Fall vor, ein richtig großer Sponsor käme auf die Idee, sich für Schach zu begeistern. Irgendwann kommt man sicher auch zum Eigenengagement des DSB bzw. der Mitglieder. Dabei taucht schnell die Frage auf „10 €/ Monat ist nicht gerade viel…?“ Die kleinlaute Antwort „ Nein, Nein, im Jahr und wir haben gerade um 25% erhöht.“ (früher waren es 8 €) führt sicher nicht zur Begeisterung.


Für mich ist der DSB in seiner derzeitigen Aufstellung und finanziellen Ausstattung einfach nicht handlungsfähig. Die Streichung der offiziellen Gelder verwundert nun nicht unbedingt und verdeutlicht die Misere.
#14 wmlasker 2014-05-24 12:51
Nun, diese konkreten Gelder sind für den Leistungssport gedacht, oder? Der Bundestrainer, Nachwuchstrainer und Sportdirektor werden davon bezahlt, oder?
Öffentliche Aktionen? Nun, außer der Schacholympiade, der DSAM, dem Legendentreffen, Schulschachförderung, Beteiligung an Dortmund, die Aktionen mit der Deutschen Bahn in Berlin fällt mir da auch nicht viel ein.
#15 wmlasker 2014-05-24 13:08
Und ist Mitgliederwerbung in der Struktur des DSB nicht zuerst Aufgabe der Vereine!? Ist es nicht irgendwie schräg, den DSB mit 10€ an der kurzen Leine zu halten und dann zu staunen, wenn keine Wunder bewirkt werden??
#16 wmlasker 2014-05-24 13:46
Ich habe mir übrigens gerade mal die Mühe gemacht zu schauen, wie viele ehrenamtliche Positionen man auf Anhieb im Internet findet, die bei einem Verein, Landesverband oder dem DSB selbst unbesetzt sind. Wir sollten in der Diskussion alle ehrlich sein. Der DSB, das sind nicht irgendwelche Menschen weit weg in Berlin. Das sind 90.000. Das sind wir. Viele davon werden das hier lesen. Also kann man die Frage auch genauso gut umdrehen? Wie viel Verantwortung übernehmen wir, damit Schach erkennbarer wird?
#17 wmlasker 2014-05-24 13:51
Klaus Norbert Münch ist Präsident eines der größten Landesverbände des DSB. Vor der Beitragserhöhung im letzten Jahr hat er in der Rochade einen Artikel veröffentlicht. Dort steht drin, der DSB möge sich bitte auf den Spielbetrieb konzentrieren und nichts anderes kostenintensives tun. Dann würden auch 8 Euro locker ausreichen, um erfolgreich zu arbeiten.
Solange der DSB in solchen Händen ist, darf man sich nicht wundern.
#18 Losso 2014-05-24 16:00
Nochmal einen Verweis auf einen schon älteren Kommentar aus einem anderen Forum.

rankzero.de/?p=4332#comment-4460

Zitat:

Kein “Anti-Doping-Kampf” und lieber finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, zumal dann ja auch die Mitgliedsbeiträge an die Sportbünde entfallen würden. Die Schachverbände sollten sich auf die Kinder- und Jugendarbeit und die Organisation eines funktionierenden Wettkampfbetriebs beschränken. Spitzenschach muss privat finanziert werden. Mir ist aber völlig klar, dass das eine absolute Minderheitenposition ist. Das süße Gift der Subvention ist viel zu stark.
Dieses Gift ist ja nun nicht mehr verfügbar. Die Gelder für die Spitzenförderung fallen weg. Dann sollten wir es wohl einfach lassen. Wenn es private Mäzene mit Interesse gibt, sollen die für Spitzenschach zahlen. Unsere gewählten Volksvertreter haben beschlossen, dass die öffentliche Hand dafür nicht aufkommen möchte. Eventuell gibt es gar nicht so viele überzeugende Gründe, den DSB mit viel mehr als diesen Aufgaben zu betrauen, die Stefan in dem Link schreibt.
#19 Darth Frank 2014-05-25 16:46
Ich glaube kaum, dass der DSB bei der Verabschiedung der Förderkriterien im DOSB ein Vetorecht gehabt hätte. Dann hätte es halt eine Gegenstimme gegeben, geändert hätte das nichts. Er wäre nur etwas weniger peinlich.

Unter dem Schachfreund Otto Schily als Innenminister wäre das nicht passiert, die Ministrialbürokraten hätten dann im vorauseilenden Gehorsam Schach nicht angerührt. Die Förderkriterien sind aber eindeutig, danach ist Schach einfach kein Sport.
#20 Guido Montag 2014-05-26 17:34
Es geht nicht ums Vetorecht, es geht ums Prinzip. So hat der DSB an seinem eigenen Grab-Paragraphen mitgeschaufelt. Dass der DOSB angeblich am Vortag die Förderfähigkeit von Schach einstimmig bejaht, trotz der offensichtlichen und bekannten Sonderstellung als Sportart, und dann eine derartige, Schach explizit ausschließende Sportdefinition sich ausdenkt, ist mehr als nur makaber.
Wo ist sie denn jetzt, die Unterstützung des DOSB?

p.s.
Die Mitgliedsverbände des DOSB werden durch ihr Präsidium namentlich den Präsidenten und nicht durch den Geschäftsführer vertreten. Die Prüfung der Dokumente, und das betroffenene ist sehr kurz, obliegt wohl dem Sportdirektor
#21 Darth Frank 2014-05-27 09:15
Sorry, der Schachminister war natürlich Steinbrück, nicht Schily.

@Guido Montag: Zumindest macht der Sportdirektor laut AN einen ziemlich guten Tee. (Ironie off)
#22 Krennwurzn 2014-06-06 11:00
Ende gut - alles gut :-)

Zitat:
Zudem haben wir Haushälter klar zu verstehen gegeben, dass die für 2014 vorgesehene Streichung des Bundeszuschusses für den Deutschen Schachbund, der aus den Mitteln für den nichtolympischen Sport bestritten wird, zurückgenommen wird. Zwar erfüllt der Schachsport nicht die im Dezember 2013 verabschiedeten neuen Förderkriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes, dennoch respektieren wir den einstimmigen Beschluss der DOSB-Mitgliederversammlung, dem Schachsport auch zukünftig einen Sonderstatus zuzubilligen.“
Quelle: https://www.cducsu.de/presse/pressemitteilungen/haushaltsausschuss-sichert-jugend-trainiert-fuer-olympia-und-foerdert-schachsport

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