Schacholympiade endet mit tollem Erfolg!?

by on15. August 2014

Schacholympiade endet mit tollem Erfolg!

Gestern ging im norwegischen TromsØ die Schacholympiade zu Ende. Es waren 177 Mannschaften bei den Herren und 136 bei den Damen am Start. Damit ist die Schacholympiade eines der größten Sportereignisse weltweit.

Unser Frauenteam kommt mit einer beeindruckenden Bilanz nach Hause. Das Team musste sich nur dem späteren Olympiasieger Russland, Frankreich und den nach wie vor im Frauenschach starken Georgierinnen geschlagen geben. Am Ende konnte man gar in den Kampf um die Bronzemedaille eingreifen und erreichte mit Platz 9 das ehrgeizige Ziel einer Top10-Platzierung. Glückwunsch an unser Team!

Unsere Herrenmannschaft spielte ebenfalls ein starkes Turnier und verlor lediglich eine einzige Begegnung! Einige Punkteteilungen führten am Ende auf Platz 30. Herausragend war der Sieg unseres Spitzenspieler Arkadij Naiditsch gegen den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen, der für das Gastgeberland Norwegen spielte.

Insgesamt war es ein gutes Turnier, das Hoffnung für die nächsten Jahre macht. Wir bedanken uns bei unseren Spielern und Trainern für 2 Wochen Spitzensport. Auch den Ausrichtern, unseren norwegischen Freunden sei für ein Erlebnis gedankt, das vielen lange in Erinnerung bleiben wird.

Weitere Informationen finden Sie auf www.schachbund.de

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Soweit die Pressemitteilung des Deutschen Schachbundes

Das Fragezeichen in der Überschrift stammt von mir, denn unabhängig von einem 9. Platz der Frauen, ist die Eloperformance beider Teams negativ! Postiv auffallend sind bei den Männern die Leistungen Arkadij Naiditschs und Georg Meiers, während die hinteren 3 Bretter spürbar im Elominus landeten. Mannschaftsbilanz: -19 Elopunkte DETAILS

Die Frauen schafften es auf ein mageres Plus von 4,9 Punkten, wobei die Bretter 2 und 3 enttäuschten, was aber durch die guten Leistungen Sarah Hoolts und vor allem Melanie Ohmes (+30) kompensiert wurde. DETAILS

Alles in allem ein ordentliches Ergebnis knapp im Rahmen der Erwartungen, das allerdings für Euphorie wenig Raum lässt.

Jörg Hickl

Großmeister, Schachtrainer, Schachreisen- und -seminarveranstalter.
Weitere Informationen im Trainingsbereich dieser Website
oder unter Schachreisen

Webseite: www.schachreisen.eu

Kommentare   

#1 Losso 2014-08-16 22:12
Nein, Euphorie ist nicht angebracht. Die Entwicklung von Melanie Ohme und Sarah Hoolt ist sicherlich positiv. Ein Sieg gegen einen amtierenden Weltmeister ist immer erwähnenswert und Georg Meier hat gezeigt, dass er das Potential hat, die 2700 zu knacken.

Von den restlichen deutschen Teilnehmern haben einige im Rahmen ihrer Erwartung gespielt, andere schwächer...
#2 wmlasker 2014-08-18 11:27
So ähnlich klingt das heute auch beim Vfl Wolfsburg und Werder Bremen nach den "erwartet schweren" Begegnungen gegen "aufopferungsvoll kämpfende" aber eben doch unterklassige Gegner im DFB-Pokal. Erst in den Detailberichten auf den Homepages wird man ehrlicher. So ist das beim DSB auch. Dort spricht man auch erst auf der Homepage von nicht erfüllten Erwartungen. Insofern verhält man sich beim DSB wie große Fußballvereine mit teuren PR-Abteilungen. Das ist doch irgendwie auch beruhigend, oder?

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