Husch, husch ins Körbchen

by on31. August 2013

Noch ein Selbstmatt bevor wir uns nächsten Monat wieder "ernsteren" Dingen zuwenden.

Ich schrieb letzten Monat bereits sinngemäß, dass die Selbstmattforderung so stark ist, dass sich bisweilen auch besonders schwierige Themen damit umsetzen lassen. Und so machte das folgende, einzigartige Problem von Mark Kirtley 1986 seinen Weg um den problemschachlichen Globus. Es wurde in mehreren Büchern und Zeitschriften nachgedruckt und auch im Internet findet man es an verschiedenen Stellen.

Kirtleys8

 

Weiß am Zug erzwingt das eigene Matt im achten Zug.

Ein kleiner Tipp, auch die Überschrift ist bereits einer: Man sollte dieses Problem aufbauen und lösen, wenn man nachher noch eine Partie Schach spielen möchte.

Kommentare   

#1 joerg005 2013-08-31 22:23
Heftigst!
#2 Losso 2013-08-31 22:52
Ziemlich lakonisch...kennst Du die Lösung und findest Du sie "heftigst" oder die Aufgabenstellung an sich?
Wie viel Ritter First braucht man, das zu lösen :-) ?
#3 joerg005 2013-09-01 02:07
zitiere Losso:
Ziemlich lakonisch...kennst Du die Lösung und findest Du sie "heftigst" oder die Aufgabenstellung an sich?
Wie viel Ritter First braucht man, das zu lösen :-) ?


Ad 1: Das Zweite
Ad 2: Hab scheinbar zur Lösung nicht genug im Haus

Ideen ja, von wegen Ausgang..... Könnte mir 'nen Beginn mit 1. Sb1, 2. Dd1 vorstellen. Doch dann nehmen der Möglichkeiten überhand; im Kopfe es zu schwirren beginnt.
#4 MiBu 2013-09-02 12:12
Jörgs (Joergs?) Ansatz sieht mehr als vielversprechend aus! Nach 1.Sb1+ Kb3 2.Dd1+ Tc2 dürfte es mit 3.Lc1 weitergehen, was das Feld b2 kontrolliert und somit axb6 erzwingt. Mit konsequentem Aufbauen dürfte die Lösung dann weitergehen mit 4.Ta1 b5 5.Th1 bxc4 6.Ke1 c3 7.Sg1 f3 8.Lf1 f2#.
#5 Losso 2013-09-02 15:28
Völlig richtig, MiBu! Hoffentlich hat beim Lösungsprozess nicht zu viel Ritter First nachgeholfen...
Das Stück ist u.a. in Wikipedia unter "Joke Chess Problems" zu finden, was diesem Stück allerdings nicht so wirklich gerecht wird wie ich finde. Insbesondere die Tatsache, dass es genau diese Zugreihenfolge sein muss, wurde mit beeindruckender Technik implementiert.
Für mich hat die Aufgabe alles, was ein Klassiker/Meisterwerk mitbringen muss.
#6 MiBu 2013-09-02 18:58
Äh, diese Biersorte war mir bis dato nicht geläufig, obwohl ich ungeachtet meiner Kölner Herkunft lieber Pils als Kölsch trinke. (Aber dann tschechischer Herkunft, nicht aus dem Ruhrpott.)

Für eine solche Lösung mussten natürlich stärkere Sachen her (Bourbon mit Cola)...
#7 joerg005 2013-09-02 20:39
zitiere MiBu:
Jörgs (Joergs?) Ansatz sieht mehr als vielversprechend aus! Nach 1.Sb1+ Kb3 2.Dd1+ Tc2 dürfte es mit 3.Lc1 weitergehen, was das Feld b2 kontrolliert und somit axb6 erzwingt. Mit konsequentem Aufbauen dürfte die Lösung dann weitergehen mit 4.Ta1 b5 5.Th1 bxc4 6.Ke1 c3 7.Sg1 f3 8.Lf1 f2#.


Oh Gott, wie peinlich.
Hatte axb6 total übersehen, wähnte deshalb den König patt nach Lc1 und wurstelte die halbe Nacht alle möglichen anderen dritten Züge durch, ohne - natürlich - weiterzukommen.
Auch der Tipp, mit härteren Bandagen - hier Gin Tonic - die Sache anzugehen, hatte nicht geholfen.

Ritter First nicht zu kennen, ist 'ne echte Bildungslücke oder die Ungnade einer späten Geburt.
#8 MiBu 2013-09-02 22:02
Ohje, wie alt muss man sein, um Ritter First zu kennen? Ich bin Jahrgang 1967, aber wie erwähnt in der Kölsch-Region sozialisiert worden. Wenn andere Biersorten beworben wurden, hieß es "Männer wie wir - Wicküler Bier!" oder so. (Für die Whisky-Freunde "Der Tag geht, Johnny Walker kommt.") Aus Dortmund kannte ich bestenfalls DAB, aber nur dem Namen nach. (Ich hatte aber mal das zweifelhafte Vergnügen, im Rahmen einer sogenannten Praxisphase mal drei Wochen im Pott zu verbringen, genauer gesagt in Essen-Altenessen. Seitdem kann ich kein Stauder Pils mehr sehen...)

But now for something completely different: Die Aufgabe besticht nicht nur durch den originellen, wenn auch - hat man den Ansatz gefunden - löserfreundlichen Verlauf, sondern auch durch die für Selbsmatts atypische Ausgangsstellung, bei der der wK scheinbar allein auf weiter Flur ist und man sich fragt, wo denn da ein Matt lauern mag.
#9 joerg005 2013-09-02 22:23
MiBu: " Ohje, wie alt muss man sein, um Ritter First zu kennen? Ich bin Jahrgang 1967 ...... Aus Dortmund kannte ich bestenfalls DAB .... Seitdem kann ich kein Stauder Pils mehr sehen "


1957 und die Hochphase von First war Ende 70er bis Ende 80er, danach kamen die ganzen Luschenbiere auf.
DAB und Hansa, auch aus Dortmund, gehen gar nicht - grausam, allerdings doch nicht so unterirdisch wie Stauder.

MiBu: " But now for something completely different "

Ja, zu Zeiten von drei Programmen kannte dies jeder. Frag mal heute 'nen Zwanzigjährigen nach ihnen und du bekommst wahrscheinlich asiatische Würgeschlange zur Antwort.

Gaffel, Garde, Sion, Peters, Küppers .....

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