TTT Tal oder Topalov auf Texel?

by on21. Mai 2012
In the end I won and that's all that matters? In the end I won and that's all that matters?

Nein das war Thomas - der gemischte Gefühle zu dieser Partie aus der Texelschen Vereinsmeisterschaft hat. Die Schlusstellung ist ja ganz nett (Weiss kann es verkraften dass er einen Turm weniger hat), aber der Weg dahin ... . Normalerweise betrachte ich mich nicht als Kaffeehausspieler - schon eher meinen Gegner, bei früheren Gelegenheiten hatte ich erfolgreich sein Material geopfert bzw. ihn dazu bewogen. Und die Opferserie war - vermutlich bis auf das Bauernopfer im 10. Zug - wahrlich nicht korrekt. Ich zeige die Partie einfach mal ganz ohne Kommentar:

Nakamura würde vielleicht dazu sagen: "In the end I won and that's all that matters!" Bei der US-Meisterschaft gab es in einigen Partien ein (ansatzweise) vergleichbares Hauen und Stechen ... .
Aber warum zeige ich das gerade jetzt während der WM? Anfangs beschwerten sich auf diversen Schachforen der eine und der andere und der dritte und der vierte über fehlerfreie Remispartien, wollen sie lieber solche Partien sehen??
Kann man Anand so in Moskau besiegen? 1995 schaffte das ein bekannter Schachchaot in einer Schnellpartie - leicht ähnlich zu meinem Produkt, wenn auch mit gewissen Unterschieden: z.B. wollte der Herr Morozevich von Anfang an Randale und opferte bereits im zweiten Zug einen Bauern. Auch zu dieser Partie kein Kommentar:

Kann Gelfand sich in diesem Stil selbst besiegen? Yes he can! In dem Sinne weiter viel Spass bei der WM. Aber was mich betrifft: lieber mal wieder ein Remis als solche Partien ... .

Kommentare   

#1 Gerhard 2012-05-22 08:24
Gefällige Partien!
"Schachchaot" ist allerdings ein etwas heftiger Begriff...Morozevich zieht seine Gegner oft in höchst zweischneidige Stellungen hinein. Sich dann dort zurecht zu finden, ist manchmal einfach zuviel, gerade bei tickender Uhr.
#2 Thomas Richter 2012-05-22 09:22
@Gerhard: In einem launigen Blogbeitrag war "Schachchaot" sicher nicht abfällig gemeint, eher liebevoll - 'begnadeter Schachchaot' hätte das vielleicht besser rübergebracht aber ich werde meinen Artikel nicht mehr editieren.
Alternativen waren "Brandstifter" (Shirovs Selbsteinschätzung) oder "von einem anderen Planeten" (liest man gelegentlich zu Ivanchuk).

In einem sachlich-seriösen Turnierbericht hatte ich zu Shirov mal folgendes geschrieben:
"Shirov started with 6/6 including several games in his typical style. Then the future winners extinguished the fire on the board (0.5/2 against Jobava and Sjugirov)."
http://www.chessvibes.com/reports/outsiders-win-european-blitz-and-rapid-championships

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