Schachbund trennt sich von Arkadij Naiditsch

by on27. November 2011

Der Deutsche Schachbund schafft klare Fronten: Nach lang anhaltenden Querelen fällte das Präsidium am Wochenende eine folgenschwere Entscheidung. Der zuständigen Kommssion für Leistungssport wird empfohlen, Arkadij Naiditsch umgehend aus dem A-Kader zu entlassen. Das Spitzenbrett der Nationalmannschaft fiel u. a. durch wiederholt heftige öffentliche Angriffe auf diverse Funktionäre des Schachbundes in Ungnade.

Details findet man auf der Schachbundsite. Auffallend stellt man sich hinter den in die Schusslinie geratenen Bundestrainer Uwe Bönsch. der "wesentlichen Anteil am Abschneiden der deutschen Mannschaft" hatte.

bannersr400anzKurioserweise verabschiedet man Deutschlands aktuell unumstritten stärksten Schachspieler mit einer goldenen Nadel für seine hervorragenden Leistungen auf der Europameisterschaft. Durch sein ausgezeichnetes Ergebnis am Spitzenbrett trug er wesentlich zur Erringung des Titels bei. Mit der Ehrung durch den DSB einher geht eine kleine Sonderhonorierung von Spielern und Theorietrainer. Man bewegt sich im einstelligen Prozentbereich der 50.000 € Prämie, die das russische Team pro Spieler für den Sieg erhalten hätte oder auch den 30.000 der Armenier, allerdings im Rahmen dessen, was der Schachbund in der Lage zu leisten ist.

Hoffnungen auf weitere Heldentaten einer deutschen Nationalmannschaft muss man fürs Erste wohl begraben. Doch wurde damit immerhin der lästigen öffentlichen Diskussion ein Ende gesetzt, auch wenn das Ergebnis einseitig und unbefriedigend wirkt.

Eine Hintertür bleibt indes offen: Die Suspendierung gilt zunächst bis Mitte 2012. Dann prüft der Bund, ob sich etwas verändert hat und eine neuerliche Zusammenarbeit denkbar wäre. Ein Einsatz Naiditschs bei der kommenden Schacholympiade in Istanbul ist somit noch nicht ganz vom Tisch....

Jörg Hickl

Großmeister, Schachtrainer, Schachreisen- und -seminarveranstalter.
Weitere Informationen im Trainingsbereich dieser Website
oder unter Schachreisen

Webseite: www.schachreisen.eu

Kommentare   

#1 Benjamin 2011-11-30 16:02
Lieber Herr Bastian,

Um den Beitrag kurz und praegnant zu halte:

Frage: Warum wurde das EM-Tagebuch von Melanie Ohme veraendert, OHNE diese Veraenderung in irgendeiner Form deutlich zu Kennzeichen?

Hier die Betreffenden Textteile:

"Ein hervorragendes Turnier für die deutschen Männer und deren Trainer Rustam Kasimdzhanov, dessen Beitrag am Sieg bestimmt nicht unerheblich war. "
Quelle: http://www.melanie-ohme.de/melanie-unterwegs/mem-2011-porto-carras/tag-10/

"Ein hervorragendes Turnier für die deutschen Männer, an dessen Erfolg neben Bundestrainer Uwe Bönsch bestimmt auch Theorieguru Rustam Kasimdschanow einen nicht unerheblichen Anteil haben dürfte. "
Quelle: http://www.schachbund.de/news/article.html?article_file=1321066096.txt

Hat Melanie Ohme einen extra Bericht fuer die DSB Seite geschrieben, oder wie kommt denn eine solche Veraenderung zustande?
-1 #2 Scissors 2011-11-30 16:04
Zitat: "Für mich hört die Freiheit der Meinungsäußerung dort auf, wo sie die Würde von anderen Menschen verletzt oder in Mobbing übergeht"

Stimmt. Allerdings bezog sich dieser Teil meiner Aussage nicht auf AN, sondern auf andere Fälle in der Vergangenheit, bei denen der Maulkorb auch ganz ohne mobbing und verletzende Äußerungen aus der Kiste gepackt und auf die Spieler geschnallt wurde.

Aber wie gesagt.. was reg ich mich auf? :D
-2 #3 Neuspprech 2011-11-30 16:18
Melanie Ohme wusste nichts von der Manipulation Ihres Tagebucheintrags! Sie wurde in Ihrem Gästebuch danach gefragt und hat dort folgendes geantwortet:

----------------------------------------------------------------------

Auszug Anfang:

"Manipulation Deines Tagebucheintrags auf der DSB- Seite (Mittwoch, 23 November 2011 14:30)

Hallo Melanie,

ich habe gesehen, das an Deinem Tagebucheintrag, den der DSB auf seinen Seiten zeigt, dort manipuliert wurde.

-Dein Eintrag im Original-
...Ein hervorragendes Turnier für die deutschen Männer und deren Trainer Rustam Kasimdzhanov, dessen Beitrag am Sieg bestimmt nicht unerheblich war...

-Dein angeblicher Eintrag auf Seiten des DSB veraendert-
...Ein hervorragendes Turnier für die deutschen Männer, an dessen Erfolg neben Bundestrainer Uwe Bönsch bestimmt auch Theorieguru Rustam Kasimdschanow einen nicht unerheblichen Anteil haben dürfte...

Eine grosse Diskussion dazu gibt es auch auf Schachfeld.de unter Naiditsch haut mal wieder richtig einen raus.

Ich wuerde gerne wissen , ob die Aenderung Deines Berichtes auf der DSB HP mit dir abgesprochen war.

Viel Erfolg noch weiterhin
Andreas"


Antwort von Melanie Ohme:

"Melanie (Donnerstag, 24 November 2011 18:53)

Hallo Andreas,
vielen Dank für diesen Hinweis, das wäre mir wohl sonst gar nicht aufgefallen. Ich habe die Texte so wie sie hier auf meiner Homepage veröffentlicht wurden dem DSB geschickt und keinen Veränderungen zugestimmt.
Viele Grüße
Melanie"
-1 #4 Harry Meilen 2011-11-30 16:20
Hier kurz das Statement von Melanie Ohme. Ich habe es direkt aus Ihrem Gästebuch kopiert:

Melanie (Donnerstag, 24 November 2011 18:53)

Hallo Andreas,
vielen Dank für diesen Hinweis, das wäre mir wohl sonst gar nicht aufgefallen. Ich habe die Texte so wie sie hier auf meiner Homepage veröffentlicht wurden dem DSB geschickt und keinen Veränderungen zugestimmt.
Viele Grüße
Melanie
#29

Manipulation Deines Tagebucheintrags auf der DSB- Seite (Mittwoch, 23 November 2011 14:30)

Hallo Melanie,

ich habe gesehen, das an Deinem Tagebucheintrag, den der DSB auf seinen Seiten zeigt, dort manipuliert wurde.

-Dein Eintrag im Original-
...Ein hervorragendes Turnier für die deutschen Männer und deren Trainer Rustam Kasimdzhanov, dessen Beitrag am Sieg bestimmt nicht unerheblich war...

-Dein angeblicher Eintrag auf Seiten des DSB veraendert-
...Ein hervorragendes Turnier für die deutschen Männer, an dessen Erfolg neben Bundestrainer Uwe Bönsch bestimmt auch Theorieguru Rustam Kasimdschanow einen nicht unerheblichen Anteil haben dürfte...

Eine grosse Diskussion dazu gibt es auch auf Schachfeld.de unter Naiditsch haut mal wieder richtig einen raus.

Ich wuerde gerne wissen , ob die Aenderung Deines Berichtes auf der DSB HP mit dir abgesprochen war.

Viel Erfolg noch weiterhin
Andreas
#5 balladin 2011-11-30 16:49
@ HeulSuse: Am Wochenende war Hauptausschusssitzung und niemand hat die Funktion des Bundestrainers in Frage gestellt. Im Gegenteil, es gab großen Applaus! Es waren alle Landesverbände und somit indirekt alle Mitglieder vertreten. Was soll ich mir also unter "alle Welt" vorstellen?

Die Aufgaben von Uwe Bönsch während der EM und die Absprachen mit den Spielern wurden im veröffentlichten Präsidiumsbeschluss beschrieben. Somit ist diese Frage - was die EM angeht - für mich beantwortet. Der gesamte Tätigkeitsbericht von Uwe Bönsch wird üblicherweise mit den Kongressunterlagen veröffentlicht. Dort erfolgt die Entlastung des Präsidiums und indirekt die "Entlastung" des Bundestrainers.

Es kann niemand ernsthaft von mir erwarten, dass ich den Kongress hier in den Blog verlagere! Die Kongressunterlagen wurden den Landesverbänden zur Verfügung gestellt, dort sind die Tätigkeitsberichte einsehbar.

Auf konkrete, abgegrenzte Fragen kann ich antworten, sofern ich mich damit nicht über die Rechte betroffener Personen hinwegsetze. Aber ich werde sicher nicht diesen Blog zum Gericht über die Tätigkeit des angestellten Bundestrainers berufen.

@ cmc: Ich kann nicht interne, unausgegorene Diskussionen hier in den Blog tragen. Vielleicht eine konkrete Antwort: Uwe Bönsch hat bezogen auf die A-Nationalmannschaft nicht mehr die Aufgabe, mit den Spielern Schachtraining zu machen. Aber er hatte die Aufgabe, die Vorbereitung der Spieler mit kompetenten Spitzentrainern zu organisieren. Neben der Auswahl und Beschäftigung von Kasimdzhanov gehörten dazu die Organisation von zwei Lehrgängen mit Anatoli Karpov in Kooperation mit Partnern. Wer gesunden Menschenverstand anwendet kann doch nur zu dem Ergebnis kommen, dass Uwe Bönsch seine Sache gut gemacht hat! Wer in dieser Feststellung eine Schmälerung der Verdienste von RK und den aktiven Spielern sieht, dem kann ich nicht mehr helfen.

Der jetzt schon mehrfach angesprochene Blogeintrag von Melanie Ohme ist redaktionell bearbeitet worden. Das konnte ich inzwischen klären. Im Nachhinein stellt sich das als sehr unglücklich heraus, was ich bedauere. Aber darauf jetzt eine Verschwörungstheoerie aufzubauen halte ich doch für etwas übertrieben. Man könnte auch sagen es ist kompletter Unsinn.

Der zuständige Redakteur wolte lediglich sicherstellen, dass der Team Captain nicht vergessen wird. Für dieses sicher unglückliche Vorgehen möchte ich mich entschuldigen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
-1 #6 Der Schwadroniermeister 2011-11-30 16:55
Brennendes "öffentliches" Interesse an der Schaffung von mehr Transparenz ist schon eine feine Sache!
Aber ordinäre Neugier lässt sich halt so schlecht kaschieren.

@bastian
Sie verschwenden hier Ihre Zeit.
-2 #7 Ergo 2011-11-30 18:36
Zitat Bastian:

Der jetzt schon mehrfach angesprochene Blogeintrag von Melanie Ohme ist redaktionell bearbeitet worden. Das konnte ich inzwischen klären. Im Nachhinein stellt sich das als sehr unglücklich heraus, was ich bedauere. Aber darauf jetzt eine Verschwörungstheoerie aufzubauen halte ich doch für etwas übertrieben. Man könnte auch sagen es ist kompletter Unsinn.

Der zuständige Redakteur wolte lediglich sicherstellen, dass der Team Captain nicht vergessen wird. Für dieses sicher unglückliche Vorgehen möchte ich mich entschuldigen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.


Diese Doppelmoral ist einfach nur zum übergeben ! Einfach nur der Hammer, wie billig diese Manipulation vom Präsidenten heruntergespielt wird.

Da wundert es einen nicht, warum Schach so billig ist !
-2 #8 cmc 2011-11-30 18:41
Herbert Bastian:

Ich erwarte nicht, dass sie den Blog zu einem Kongress machen, ich "erwarte" nicht einmal, dass Sie hier etwas schreiben; ich sehe aber, dass Sie durchaus diskussionsbereit sind und evtl. auch Anregungen aufgreifen. Deswege moechte ich feststellen, dass es m. E. ein Zeichen guter Oeffentlichkeitsarbeit (die Sie ja verbessern wollen) waere, wenn Sie mit seinem gesamten Taetigkeitsfeld transparenter umgingen. Das hat sich inzwischen schon verbessert;; anfangs war die Aussage nur "Naiditsch stellt unwahre Behauptungen auf", ohne gross weiter darauf einzugehen, inzwischen ist schon deutlich mehr zu sehen, nicht nur durch die offiziellen DSB-Statements, sondern auch durch Ihr Mitwirken hier. Aktuell laeuft auf schachbund.de die Rubrik "Vorgestellt". Warum nicht dasselbe mit Uwe Boensch, nur dieses Mal nicht nur mit einem kleinen Fragebogen, sondern auch mit einer Definition seines kompletten Taetigkeitsbereiches? Ich vermute, dass das oeffentliche Interesse daran zwar nicht "alle Welt" umfasst, aber zumindest groesser ist, als das Interesse an den Ansichten von Walter Pungartnik (ohne WP, den ich schon ein paar Jahre persoenlich kenne, zu nahe treten zu wollen).

Noch ein paar kleinere Anmerkungen:
- "beim Landesverband nachfragen" klingt doch schon wieder so elend stark nach Funktionaersfilz und Intransparenz. Warum sind die Kongressunterlagen eigtl. nicht oeffentlich auf schachbund.de einsehbar? Im Zuge der letzten groesseren Debatte (Schachzeitung vs. Rochade) kam zumindest in einem Landesverband auch der Ruf nach oeffentlichen Verbandstagsunterlagen auf.
- Die redaktionelle Bearbeitung war sehr schlechter Stil. Dass Sie sich hier entschuldigen, ist guter Stil. Sehr guter Stil waere es m. E., wenn das auch kurz auf schachbund.de so kommuniziert wuerde. Immerhin liest nicht jeder hier mit.
- Auf der redaktionellen Bearbeitung wurde mit Sicherheit keine Verschwoerungstheorie aufgebaut. Meine Auffassung ist: Die entsprechende Verschwoerungstheorie existiert schon seit ueber 1.5 Jahren, die Bearbeitung passt einfach nur so perfekt in dieses Bild.
#9 balladin 2011-11-30 19:25
@ cmc: Danke für die fairen und sachlichen Anregungen. Diese werde ich zumindest intern aufgreifen und schauen, was sich machen lässt. Hier werde ich erst mal nicht weiterdiskutieren, sonst wiederholen sich die Aussagen ohne wirklichen Fortschritt. Jetzt steht am kommenden WE die Vollversammlung des DOSB in Berlin auf dem Programm. Freundliche Grüße an alle!
#10 Patzmeister 2011-11-30 20:10
Immerhin ist dieser Präsident für uns Spieler präsent und Diskussionsbereit !
Dafür hat er meine Achtung.

Dass der DSB z. T. eine eher intransparente Organisation ist, kann er nicht viel. Das sind halt gewachsene Strukturen...
Vielleicht ändert sich ja in Zukunft etwas.
-2 #11 Benjamin 2011-11-30 23:44
Wenn der DSB konsequent waere, muesste man den Verantwortlichen fuer diese "redaktionelle Bearbeitung" von seinen Aufgaben entbinden. Aber es scheint in Deutschland ja "Mode" zu sein, es mit der richtigen Zitierweise nicht so Ernst zu nehmen!
Das mindeste was man erwarten kann waere eine oeffentliche Entschuldigung auf der DSB Seite des verantwortlichen Redakteurs, aber da werden wir wohl vergeblich darauf warten...
#12 Gernot Weiser 2011-12-01 08:57
Zumindest wäre es angebracht, jetzt (wenn auch spät) den Originaltext von Melanie Ohme wieder herzustellen.
Weitere Konsequenzen sind dann DSB-intern zu ziehen.
-2 #13 Jörg Sewald 2011-12-01 12:04
Aus der DSB-Seite gibt es einen neuen, etwas wirren Eintrag von Veit Kempen: http://www.schachbund.de/entry/50#body-anchor

Meine Lieblingspassage ist: "Vieles ist leichter mit Kommunikation, aber eben einer Kommunikation die auf Vertrauen basiert, und die erfolgt meist im stillen Kämmerlein."

Für meinen Geschmack laufen die Dinge hier schon viel zu lange im stillen Kämmerlein.
#14 Gernot Weiser 2011-12-01 12:21
Viel interessanter fand ich:

"Veröffentlicht von Guido Feldmann"
-1 #15 Manni Pulator 2011-12-01 12:28
Also da wo isch herkomme, nennt man die Art und Weise, wie der DSB vorgeht >>> XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX sch hat sich zuerst intern beschwert. Die Öffentlichkeit hat davon natürlich nichts mitbekommen. War ja alles intern.

Als das das nicht gefruchtet hat und auch Naiditsch mit seinen Anliegen abgewunken wurde, hat er seinen Frust öffentlich gemacht.

Der DSB macht es sich ziemlich einfach, wenn er sagt, dass man Beschwerden bitte intern halten soll, aber gleichzeitig nichts gegen die Beschwerden der Spieler unternimmt.

Das Naiditsch an die Öffentlichkeit gegangen ist, sehe ich als einen Hilferuf und das zeigt, dass mit dem DSB intern nichts zu machen ist.

Wenn dann noch so jemand wie Stolze Tagebucheinträge manipuliert, ohne das die Urheberin der entsprechenden Texte davon etwas weiß, dann frage ich mich, ob das auch so eine Sache ist, die intern behandelt wird !?!.

Der Präsident Bastian gibt ja ganz offen zu, dass er diese Manipulationen billigt. Da kann ich natürlich verstehen, daß es dem DSB lieber wäre, wenn ALLES intern behandelt werden würde.

Diese Art und Weise, wie der DSB mit Problemen umgeht, erinnert sehr stark an die Skandale in der Kirche. Diese hat auch darum gebeten, alles intern zu klären und bitte nichts an die Öffentlichkeit zu bringen.

Einfach nur schrecklich !

Anm. der Red.: Artikel redaktionell bearbeitet.
-2 #16 Roggenossi 2011-12-01 12:40
Ich mach den 50er voll. :-) Ist das Rekord?

Skandale machen Quote... vergrößern aber nicht mein Interesse an diesem Blog. Aber das ist nur eine rein egoistische Anmerkung.
#17 Gausdal 2011-12-01 14:59
Es ist schon etwas merkwürdig, dass quasi alle Texte von Melanie Ohme nicht redaktionell bearbeitet wurden und im hier diskutierten dann die Veränderung erfolgte. Es mag in guter Absicht geschehen sein, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack.

Und natürlich ist es bedenklich, in welcher Art und Weise hier einige Forenteilnehmer über Uwe Bönsch reden - besser wäre es, mit ihm zu reden. Wie wäre es, wenn Uwe Bönsch seine Rolle, seine Ansichten und sein Vorgehen einmal ganz persönlich darstellt und sich den Fragen stellt? Einige - mich eingeschlossen - würden gern mit ihm statt über ihn reden.
#18 Krennwurzn 2011-12-01 15:23
"Zitat von Bastian
Der zuständige Redakteur wolte lediglich sicherstellen, dass der Team Captain nicht vergessen wird. Für dieses sicher unglückliche Vorgehen möchte ich mich entschuldigen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen."

Bastian muss sich die Frage gefallen lassen, warum er ab Kenntnis nicht dafür gesorgt hat, dass dieser Eintrag wieder auf den Originaleintrag Ohmes zurückkorrigiert wurde.

Eine Entschuldigung ohne Korrektur - darf man sich dann wundern, wenn jemand von Billigung spricht. Ich habe keine Feude mit diesem Vorwurf - aber kann/muss man diesen moderieren? JA - wenn Bastian gesagt hätte: ... und eine Korrektur habe ich veranlasst.

Meinungsfreiheit ist ein schwieriges Thema vor allem dann, wenn man ganz gar nicht der geäußerten Meinung zustimmen kann bzw. diese ablehnt - aber gilt nicht der Grundsatz: "Ich verabscheue Ihre Meinung, aber ich kämpfe dafür, dass Sie diese äußern dürfen"

PS an Bastian: Ich finde es als einen strategischen Fehler sich in Foren, Blogs, etc. als Präsident zu Wort zu melden, ABER ich bewundere Sie dafür!!!
#19 Objektiver Beobachter 2011-12-01 22:10
Ich habe bisher ruhig die Diskussion verfolgt. Zusammengefasst stelle ich für mich fest:

- Arkadi Naiditsch hat kritische Punkte offen angesprochen. Die Mehrheit der Nationalspieler ist seiner Meinung. Der Tonfall war evtl. ungeschickt oder diplomatisch.
- Die Daseinsberechtigung des Bundestrainers reduziert sich auf die Organisation von Terminen etc. Dies kann auch eine günstige Teilzeitkraft übernehmen.
- Auf der Website des DSB werden Blogbeiträge optimiert.
- Der Präsident des Schachbund bezieht Stellung (dies ist uneingeschränkt lobenswert), stellt sich aber als Einziger vor Bönsch.

Mein Wunsch (es ist Weihnachten) ist:
- Herr Bönsch - treten Sie bitte zurück. Dies wäre endlich einmal ein guter Zug!
- Herr Bastian - bitte korrigieren Sie den zweifelhaften Ausschluss von Arkadi und setzen Sie sich inhaltlich mit den zu recht kritisierten Punkten von ihm auseinander.
- Von den eingesparten 50.000 Euro zahlen Sie Arkadi einen Grundkurs in Diplomatie :-)
+1 #20 Emanuel Goldstein 2011-12-01 23:47
@Obj. Beob.

die 50.000 Euronen sind Zweckgebunden, aber es sollte doch durchaus möglich sein, einen adequaten Ersatz für Bösch zu finden.

Als Presseprecher einer bekannten Firma muss ich sagen, dass Herr Bastian in diesem Blog ins offene Messer gerannt ist. So löblich es auch sein mag, aber das kann nur schief gehen.

Dem DSB fehlt es an allen Ecken und Enden an Kompetenz. Schlimm genug, dass alles öffentlich ausgetragen wird, aber wenn man dann noch einen Herrn Stolze hat, der über die Grenzen hinaus nach dem Motto fährt "Was nicht passt, wird passend gemacht" und "Augen zu und durch", dann ist es zum Haare raufen !

Da aber ganz offenbar so ziemlich jeder mit Inkompetenz geschlagen ist, traut sich keiner, dem Anderen was vorzuwerfen. Man hält halt einfach zusammen und wenn mal wieder so eine Glanzleistung wie die Tagebuchmanipulation passiert, drückt man sich gegenseitig die Daumen und hofft, dass es das nächste Mal besser wird.

Die Welt ist halt einfach grausam und der DSB hat's schon richtig schwer.

Ach, bevor ich's vergess

Glückwunsch zum EM-Sieg 2011 !

O-Ton GodGusti: "Mami, ich bin im Videotext !" :-)
#21 Peter_Silie 2011-12-03 17:37
Das sollte man wissen:

Der DSB kann zur Zeit machen was er will, er wird es immer falsch machen. Damit meine ich nicht, dass er es nicht allen recht machen kann, sondern er kann das Problem gar nicht selbst lösen.

Warum ist das so?

Als Bundesverband steht er in der (zur Zeit zwar un- im Allgemeinen aber) angenehmen Pflicht, die Nationalmannschaft zu betreuen, aufzustellen und in die diversen internationalen „Rennen“ zu schicken. Als Lohn winkt ihm nationale Anerkennung. Zusätzlich erhofft er sich daraus resultierende wirtschaftliche Erfolge, die seine Lage als Verein stärken und ihn zu weiteren Erfolgen führen sollen. Dafür sucht er sich geeignete Spieler für die Nationalmannschaft, mit denen er dieses Ziel für sich erreichen kann.

Die (National-) Spieler haben im Grunde das gleiche Ziel. Sie haben die durchaus übliche Forderung, den Aufwand in Diensten des DSB angemessen vergütet zu bekommen, und erhoffen für sich nationale Anerkennung und wirtschaftlichen (Folge-) Erfolge, denn schließlich müssen sie vom Schach ihre Existenz bestreiten. Dass das durchaus seine Härten hat, ist auch allgemein bekannt.

An dieser Stelle beginnt die Misere, der Streit um den besten Weg zum gemeinsamen Ziel, der mit vielen sachlichen Argumenten daherkommt (die ich hier nicht wiederholen muss), der aber letztendlich immer beim Geld endet!

Eine Misere ist es hauptsächlich deswegen, weil Schach zumindest in Deutschland eine absolute Randsportart ist, der es vorne und hinten am Geldzufluss mangelt. Dass sich daran erst mal gar nichts ändern wird, liegt sicher nicht daran, dass der DSB zu wenig tut, sondern daran, dass von Seiten der Öffentlichkeit / Medien, Wirtschaft und Politik absolutes Desinteresse an der Förderung von Schach besteht. Daran ändern auch die tausendfachen Lobesworte derselben Leute aus Öffentlichkeit / Medien, Wirtschaft und Politik nichts, dass Schach so toll sei. Etwas zu loben, heißt noch lange nicht, dafür Geld zu geben. Und dass in einigen Fällen Geld fließt, ist doch wirklich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und wem das noch nicht einleuchtet, dem sei noch mal das praktisch totenstille Medienecho nach dem EM-Gewinn vorgehalten.

Zurück zum Streit um den besten Weg zum Erfolg. Unter den genannten Bedingungen (permanente Geldknappheit) ist der beste Weg des DSB ganz sicher nicht der Weg der Spieler und umgekehrt. Die gegensätzlichen Interessen (Stichwort Breitensport contra Spitzensport) werden so ausgetragen, dass man unter wechselseitiger Benutzung seinen eigenen Interessen am besten dienen will. Die hierzulande dafür gängige Verlaufsform ist die vertragliche Regelung, d. h. man setzt einen Vertrag auf, den alle unterzeichnen und somit den ausgehandelten Bedingungen zustimmen. Die Gegensätze sind damit nicht aus der Welt geschafft, sondern nur für eine bestimmte Zeit einvernehmlich geregelt.

Der Streit zwischen DSB und Spielern hat ja bis zur EM 2011 schon einige Jahre mit der gleichen Stammbesetzung gedauert und wurde zur EM unter dem neuen DSB-Präsidenten H. Bastian unter anderen Bedingungen vertraglich neu geregelt. Der DSB hat einige Forderungen der Spieler (Co-Trainer, Honorar) erfüllt und hat als Gegenleistung Ruhe im Team gefordert und die Aufgaben vom Bundestrainer neu definiert. Und das Ergebnis war – womit keiner gerechnet hatte – die EM-Goldmedaille! Mit etwas Glück zwar, was dazu gehört, und mit viel Können.

Jetzt zu ermitteln, wer welchen Anteil am Erfolg hatte, ist so müßig wie unmöglich. Die Bedingungen und das Team waren so gut, dass der erste Platz erreicht wurde. Wer will da meckern?

Aber es wurde gemeckert! Das geht nur, wenn man trotz Goldmedaille seine eigenen Interessen nicht genügend gewürdigt sieht. Sei es die mangelnde Anerkennung oder die nicht erfüllten materiellen Vorstellungen, die man vertraglich nicht unterbekommen hat. Es gibt sicher ein weites Feld, trotz des gesuchten und gefundenen Erfolgs, nicht zufrieden zu sein.

Stellt sich die Frage, womit Herr Naiditsch nicht zufrieden war, dass er mit seinen Äußerungen kurz nach der EM solch einen Aufruhr in den beiden Schach-Blogs, die ich verfolge, und auf der DSB-Homepage erzeugen konnte?

Nach den Aussagen, die ich von Naiditsch dazu gefunden habe, war es letztendlich zuviel Geld für die falsche Person. Gemessen an seinen Kriterien ist das, was der DSB für die EM getan hat, nicht ausreichend, um seinen Ansprüchen zu genügen. Mit seiner unausgesprochenen Forderung nach der Entlassung des amtierenden Bundestrainers zugunsten der Nationalmannschaft greift er den DSB in einer Weise an, die dieser ohne Selbstaufgabe, gar nicht erfüllen kann. (In einem Kommentar war das auch schon mal sinngemäß gestanden: Kein Verein der Welt lässt sich so was bieten. Dem kann ich nur zustimmen.) Der DSB gibt doch s e i n e Entscheidungsbefugnis, wer bei ihm Bundestrainer ist, nicht in die Hand von externen Personen! Das weiß natürlich Naiditsch auch, und dass er das trotzdem (unausgesprochen) fordert, zeigt deutlich, wie rücksichtslos er seinen Standpunkt vertreten will. Und ich bin mir sicher, dass er mit Konsequenzen seitens des DSB gerechnet hat.

Wie sehen die Konsequenzen für Naiditsch aus? Rote Karte zwischen den Matches und gleichzeitig das Angebot wieder spielen zu können, wenn die Minimalforderungen (sittsames Verhalten!) erfüllt werden (Die Formulierung habe ich sinngemäß in einem Kommentar gelesen, stammt also nicht von mir, habe ich – weil so treffend- gerne hier benutzt!).

Hat der DSB damit die Probleme aus der Welt geschafft? Nein, und das glaubt er sicher auch selbst nicht. Er wird mit für ihn unmöglichen Forderungen konfrontiert, und ihm fehlt das Geld dafür einen Sinneswandel beim Gegenpart herbeizuführen (Wenn Geld überhaupt ein dauerhafte Lösung herbeiführen kann.).


Ergebnis: Was er macht, kann nur falsch sein!

Lösung: Mir nicht bekannt.


Tja, das sollte man wissen, die Lage ist bescheiden!


P.S.
Was man so in den Blogs zu diesem Thema liest, ist meist noch schlimmer als hoffnungslos.

Beispiele gefällig?

„hätte man den Bundestrainer UB nicht anders benennen können?“
Hat der DSB schon: Teamcaptain. Aber am Namen macht sich die Kritik von Naiditsch auch gar nicht fest, der Name ist doch so was von unerheblich.

„was ist wesentlicher Anteil von UB am Erfolg“
Das war ein Versuch des DSB gegen das Mobbing seines Bundestrainers. In anderen Kommentaren geht es ernsthaft darum, ob der Co-Trainer oder die Spieler mehr Anteil am Erfolg haben. Wie will man das entscheiden? Gerade weil und wie beide zusammen gearbeitet haben, hat es geklappt. Beides war anscheinend notwendig. Wie groß der Anteil ist, ist dann eine falsche Frage (Beispiel Katalysator: Kleine Menge, große Wirkung: Wie groß war der Anteil? Antwort: Ohne das eine nicht das andere.).

„die Arbeiten von UB hätte auch eine gut bezahlte Teilzeitkraft erledigen können“
Vom Ansatz her (Nutzen-Aufwandsrechnung) einfach nur widerlich; von der Sache her, falsch, weil Erfahrungen und Kentnisse (z. B. aus vorangegangen Turnieren) einfach als unerheblich eingestuft werden.

„von 50.000 eingesparten € einen Grundkurs in Diplomatie für Naiditsch J“
Das ist zwar ironisch gemeint, aber es meint ja, Inhalt richtig, Form schlecht. Der Hammer an dem Spruch ist aber, dass der DSB nicht nur die Kritik von Naiditsch annehmen soll, sondern auch noch dafür zuständig gemacht wird, die Umgangsformen von Naiditsch zu verbessern. „Besser“ kann man die Einklagung der Unterwerfung des DSB unter die Forderungen von Naiditsch nicht ausdrücken.
+1 #22 Ich seh das anders 2011-12-04 01:17
Es wird hier viel diskutiert und Stellung bezogen ohne die Hintergründe zu kennen. Ob Bönsch einen guten Job gemacht hat oder nicht, können doch nur die entscheiden, die dabei gewesen sind. Und das sind wohl weder Blogleser/-autoren noch Präsident oder Pressereferent.

Noch immer stehen Naiditschs Aussagen im Raum, und die einzigen, die diese entkräften könnten, die anderen Spieler, lassen nichts verlauten, was für mich Naiditschs Position untermauert.

Andererseits, sollte Bönschs Arbeit wirklich maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben, wäre es von den Spielern weit mehr als moralisch verwerflich, ihm in dieser schweren Stunde nicht beizustehen und somit diese öffentliche Diskussion endlich zu beenden.

Ohne Festlegung der Spieler wirkt die DSB-Pressearbeit nur wie unprofessionelle Propaganda.
-1 #23 Krennwurzn 2011-12-04 12:10
Ein paar Einwürfe:

Festlegung der Spieler könnte Ende der Karriere in der Nationalmannschaft bedeuten.

Zudem gibt es sicherlich gerechtfertigte Hemmungen jemanden in der Öffentlichkeit fachliche Unfähigkeit vorzuwerfen.

Wer würde den Job als Bundestrainer annehmen, wenn er wie ein Fußballtrainer befürchten müsse, dass er nach kurzer Zeit wegen sportlicher Erfolglosigkeit oder Streitereien mit den Spielern als Bauernopfer schnell wieder gehen müsste?
Und wäre die Schachgemeinschaft bereit, die dadurch entstehenden Kosten (höhere Gage, fixe Vertragslaufzeit, ...) zu tragen? Beim Fußball ist das "part of the game" - die Trainer verdienen aber die Jahresgage von B. im Monat und müssen sich keine Sorge bzgl. Altervorsorge machen...

Vielleicht fordern wir hier das Unmögliche: einen bezahlbaren langfristigen Bundestrainer, der immer up to date ist?

Letzte Frage: Was wären die Kosten für einen Bundesmanager und zusätzlich frei bezahlte Trainer für diverse sportliche Belange?
#24 Jörg Hickl 2011-12-05 16:16
Endlich auch in Englisch!
Mit einer sehr ausführlich aufbereiteten Version wartete Thomas Richter (mir unbekannt, es gibt leider 11 in der Datenbank des DSB) soeben auf Chessvibes.com auf.
Neu an dem Artikel (www.chessvibes.com/reports/the-german-aftermath-of-the-european-team-championship schien mir, dass die von ihm kontaktierten Spieler sowie Bösch nicht zu einer Stellungnahme bereit waren UND eine von Naiditsch angekündigten Presseerklärung.
Das Ende der Fahnenstange scheint nicht erreicht.
#25 Thomas Richter 2011-12-05 22:35
Sehr geehrter Herr Hickl,

Ich bin der 12. Thomas Richter - nämlich ein deutscher Schachspieler der in den Niederlanden wohnt.

Freut mich dass Ihnen mein Artikel gefällt, allerdings ist meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr neu in den zwei Absätzen vor dem Post scriptum. Das stammt weitgehend aus einem Telefongespräch von mir mit Herbert Bastian - hatte er selbst vorgeschlagen und er wich auch kritischen Fragen nicht aus.

Im Gegensatz zu Naiditsch: "kein Kommentar", keine Antwort auf kritische Fragen die er dann wohl auch in der Presseerklärung nicht beantworten wird.

Dagegen hat Daniel Fridman durchaus reagiert, auf seine eigene und wie ich finde sehr angenehme Weise.

Neu ist vielleicht auch dass man über die ganze Angelegenheit sachlich berichten kann ohne seine eigene Meinung (die ich natürlich habe) zu erwähnen?
#26 Jörg Hickl 2011-12-06 15:54
Aktuell - zumindest für alle Berliner:
Der erste Presseauftritt des Bundestrainers seit der Europameisterschaft

Die Emanuel Lasker Gesellschaft lädt ein zum nächsten LASKER-TREFF

Thema: Deutschland ist Europameister!!!


Als Gast: Großmeister UWE BÖNSCH,
Bundestrainer des Deutschen Schachbundes
im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Freitag, den 9. Dezember 2011
18:30 Uhr
Cafe Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin-Friedrichshain

www.lasker-gesellschaft.de/
#27 Reiner Röbig 2011-12-09 12:09
Leider etwas verzögert (wg. erforderlicher Registrierung), aber den Kommentar kann ich so nicht stehen lassen:

@ ich seh das anders (#57):

Du hast ja recht, dass hier viel diskutiert wird, ohne die Hintergründe zu kennen, was zu den bekannten haltlosen Urteilen führt, auf die – wohlwollend gemeint – nur der Begriff Spekulation oder Wunschdenken zutrifft.

Falsch ist aber, dass nur die, die dabei gewesen sind, entscheiden könnten, was Sache ist. Mit den (korrekten!) Informationen von denen, die dabei gewesen sind, wird auch jeder andere in die Lage versetzt, die Sache richtig beurteilen zu können.

Seltsamerweise hältst du dich einen Satz weiter schon nicht mehr an deine eigene Vorgabe, nichts zu sagen, solange sich die Dabeigewesenen nicht geäußert haben. Dass die anderen Spieler sich NICHT äußern, hält dich nicht davon ab, dies als Zustimmung für Naiditschs Äußerungen zu interpretieren.

Noch zu deiner Kritik an der DSB-Pressearbeit:
1. Wenn die Spieler sich nicht äußern wollen (Friedmann hat sich übrigens schon öffentlich geäußert), muss der DSB damit leben. Vielleicht hat er aber bereits intern den Kontakt zu den Spielern gesucht?
2. Der Vorwurf „unprofessionell“ ist allgemein sehr beliebt, aber doch sehr inhaltsleer. Er bedeutet ja nichts anderes, als nicht seiner Profession (= Beruf) entsprechend gehandelt zu haben. Hier wäre sehr hilfreich, wenn du sagen könntest, worin seine Handlungsmängel bestanden haben.
3. Den Vorwurf der Propaganda, d. h., dass der DSB mit seinen Stellungnahmen den Leuten Sand in die Augen streuen will, um sie für sich einzunehmen, halte ich nicht für zutreffend. Das Bestreben des DSB, auf die Vorwürfe einzugehen, sich den Kritiken zu stellen und seine Entscheidungen öffentlich zu rechtfertigen, zeigt mir das Gegenteil von Propaganda (Dass ALLE Kommentare des DSB auch ihre Richtigkeit haben, habe ich damit NICHT behauptet.).
#28 Jörg Hickl 2011-12-09 15:21
Aktuelle Meldung zu meinem letzten Kommentar:

Lasker-Treff abgesagt

Der Bundestrainer hat seine Teilnahme am Lasker-Treff aus , familiären Gründen abgesagt. Die für heute Abend geplante Veranstaltung fällt aus.

www.lasker-gesellschaft.de/
#29 Jörg Hickl 2012-01-18 18:40
Neuauflage des Lasker -Treffs mit Uwe Bönsch:
Nachdem die im Dezember geplante Veranstaltung aus persönlichen Gründen vom Bundestrainer abgesagt wurde, gibt es nun einen neuen Termin:

Dienstag, 31. Januar 2012
18:30 Uhr
Cafe Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin-Friedrichshain

Die komplette Einladung mit Informationen zum Bundestrainer als PDF-Download.
http://www.schach-welt.de/images/stories/blog/hickl/LASKERTreff%20Boensch.pdf
#30 Gambit 2012-07-17 02:23
Arkadij ist nun mal eine Ausnahme Persönlichkeit, die ja nicht nur im Schach sondern auch im Karate-Do eine gute Figur gemacht hat. Tja und solche Tausendsassas die dort die Klappe aufreißen wo es zwar richtig aber strategisch äusserst dumm ist, die sind nun wirklich die Pest in Tüten. Klasse Arkadij dass du weiterhin genug Mumm in den Knochen hast. Ganbatte! がんばって ( Nicht Sascha Wagener und seine Millionärs Fair )

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